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Die Stadt will mit den Kultur-Veranstaltungen in der Jaeger-Halle auch jüngere Menschen erreichen. WZ-

Die Stadt will mit den Kultur-Veranstaltungen in der Jaeger-Halle auch jüngere Menschen erreichen. WZ-

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Die Stadt will mit den Kultur-Veranstaltungen in der Jaeger-Halle auch jüngere Menschen erreichen. WZ-

Nettetal. Es ist da – das lang geplante E-Ticketing-System. Am Donnerstag gab Rathaussprecher Jan van der Velden bekannt, „dass Eintrittskarten für alle städtischen Kulturveranstaltungen, die in der Werner-Jaeger-Halle stattfinden, auch online gebucht werden können“. Als offiziellen Starttermin nannte van der Velden den 1. März. Bereits gestern konnten die Nettetaler Kulturangebote beim Ticketportal Reservix gebucht werden.

Für das neue System entstehen der Stadt zwar weder Anschaffungs- noch Folgekosten für Wartung und Servermiete. Allerdings bezahlt sie dafür, indem sie die Vorverkaufs- und Systemgebühren übernimmt. Pro Spielzeit sind mit rund 6900 Euro an Systemgebühren und rund 13 370 Euro an Vorverkaufsgebühren zu rechnen. Warum man diese Entscheidung getroffen hat, erläutert Arndt Venten vom Fachbereich Kultur, Sport und Schule: „Die Weitergabe dieser Gebühren hätte als Kostensteigerung gesehen werden können.“ Die Kartenpreise für die Werner-Jaeger-Halle sollen bis zu deren Sanierung (Beginn: Januar 2019) unverändert bleiben.

Die Verwaltung hält sich eine Preisanpassung offen

Die „Möglichkeit, in den kommenden Jahren nochmals Preisanpassungen zu thematisieren“, haben sich die Verwaltung sowie die Mitglieder im Kulturausschuss 2015 offengehalten. Eine Preisanpassung – also eine Preiserhöhung – steht also erst für sanierte Stadttheater an. Wird das Kulturprogramm während der Schließung der Jaeger-Halle woanders fortgeführt, muss die Stadt ebenfalls die Gebühren übernehmen, wenn es keine Preissteigerung geben soll.

Für die Stadt Nettetal gab es unterschiedliche Gründe, die Online-Buchung für Kulturveranstaltungen anzubieten. „Das Verkaufssystem vor Ort war nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Arndt Venten. Die Stadt wolle mit ihrem Kulturangebot in der Werner-Jaeger-Halle auch ein jüngeres Publikum erreichen. Dieses setze aber die Möglichkeit zum Kartenkauf rund um die Uhr voraus. Stationäre Verkaufsstellen mit festen Öffnungszeiten wie die NetteKultur genügten nicht.

„Seit Januar haben wir unsere Eintrittskarten auf das neue System umgestellt“, erläutert Venten. Bisher wurden die Tickets noch in Druck gegeben, nun können die Mitarbeiter sie direkt beim Kauf ausdrucken. Für das neue System muste die Stadt spezielle Drucker und Papier anschaffen, die Mitarbeiter erhielten eine Schulung. Das kostete rund 4000 Euro. Doch die Stadtverwaltung will nicht nur jüngere, sondern insgesamt auch mehr Zuschauer in der Region erreichen. „Während im Abonnement die Halle zu 90 Prozent ausgelastet ist, ist sie es beim ,Besonderen Programm’ nur zur Hälfte“, sagt Venten. Über den Online-Ticketverkauf erhoffe man sich eine größere Reichweite.

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