Die einen kochen aus Leidenschaft, andere vor Wut. Und: Ein Stadtflüsterer, der Fehler macht.

Der Flüsterer berichtet über Senioren-Boulen, schaut in Berlin vorbei – und besucht einen Friedhof.

Der Gehweg ist zwar fertig, aber ziemlich kaputt. Außerdem gibt’s verschiedene Aussagen, wer ihn haben wollte.

Lecker sah das aus, was das Ensemble der Festspiele da zauberte.

Reimann, Bild 1 von 3

Willich/Tönisvorst. Die Veranstaltung hat mittlerweile Tradition: Zum vierten Mal in Folge freute sich das Ensemble der Schlossfestspiele über eine Einladung der Stadtwerke Willich zum gemeinsamen Kochen. In der Aktionsküche an der Brauereistraße standen mediterrane Gerichte auf dem Speisezettel – passend zum französischen Theaterstück „Ziemlich beste Freunde“, das vom Wasserwerk Willich präsentiert wird. Nach der Begrüßung bei einem Prosecco Limoncello scharten sich Intendant Jan Bodinus mit 29 Akteuren und Organisatoren um die Kochinsel. In Teams wurden Köstlichkeiten wie Couscous, Hähnchenragout mit Aprikosen, Tomatensuppe mit Chilisahne sowie das korsische Dessert Fiadone zubereitet und anschließend verzehrt. Alle waren mit Spaß und Konzentration dabei – und am Ende freute sich Sabine Mroch, Vorsitzende des Festspielvereins, schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Besuch bei Uwe Schummer: Themen gab’s genug

Uwe Schummer (CDU; Abgeordneter im Deutschen Bundestag) hatte wieder Besuch. Darunter waren die Schützen von der St. Sebastianus Bruderschaft Neersen sowie Flüchtlingsinitiativen aus Anrath und Kempen. Sie hatten zwei afghanische Flüchtlinge, die zurzeit in Anrath leben, mitgebracht. Neben der Führung durch das Reichstagsgebäude wurden Themen wie die Verlängerung der Regiobahn vom Kaarster See bis Viersen, barrierefreies Bauen und die konkrete parlamentarische Arbeit besprochen.

Halle 22 kümmert sich um Firmenmitarbeiter

„Wenn ich mal mittags hier in der Halle 22 trainiere und treffe einen Mitarbeiter, der zeitgleich sein Training absolviert, dann höre ich ganz oft als ersten Satz: Ich habe heute Urlaub.“ Martin Hoffmann, Geschäftsführer des 170-Mann-Unternehmens Iseki-Maschine aus Osterath, kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dabei hat er ein großes Interesse daran, dass seine Mitarbeiter sich sportlich betätigen. Deswegen hat er im Dezember 2015 gemeinsam mit dem Willicher Fitnessstudio Halle 22 ein Projekt „betriebliches Gesundheitsmanagement“ (BGM) gestartet. Iseki möchte die Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter fördern – dafür nutzt die Firmenleitung eine vom Gesetzgeber angebotene steuerrechtliche Möglichkeit: Das Unternehmen zahlt für den Mitarbeiter den Mitgliedsbeitrag und kann von der Gesamtsumme pro Person jährlich 500 Euro als Betriebskosten absetzen. 46 Prozent der Belegschaft macht schon mit.

Der neue Weg: So kann er auf keinen Fall bleiben

Die Bezirksregierung Düsseldorf kümmert sich auch darum, Wege in Tönisvorst ausbauen. Wenngleich dies in der Ausführung bis jetzt – zumindest nach laienhafter Einschätzung – nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Entlang des Stockwegs zwischen dem Südring in St. Tönis und der Umzäunung der Kaserne im Forstwald gab es einen Weg, der von Büschen und Gräsern umsäumt, eine stabile und geschützte Achse für Spaziergänger, Radler, geführte Kinderwagen und Rollstühle war. Jedermann fühlte sich auf diesen Weg sicher, weil auf dem Stockweg der rasende Verkehr ohne Blitz mit Tempo über 70 km/h, alltäglich stattfindet. Im Zusammenhang mit der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Krefeld-Forstwald, hat die Bezirksregierung Düsseldorf nunmehr ganze Sache in halber Sache gemacht. Besagter Weg hat dieser Tage eine neue Deckschicht erhalten. Leider ist diese Deckschicht nur noch für Spaziergänger tauglich. Für Radler, geführte Kinderwagen und Rollstühle ist diese Deckschicht nicht mehr tauglich. Die müssen ab sofort auf den Stockweg ausweichen und sich der alltäglichen Gefahr des rasenden Verkehrs ohne Blitz mit Tempo über 70 km/h aussetzen.

Eigentlich wusste die Bezirksregierung nichts

Wir bleiben noch einen kleinen Moment bei jenem Weg, der nachgebessert werden muss. Da gibt’s ein lustiges Detail: Nein, hat die Bezirksregierung erklärt, der Ausbau habe mit der geplanten Flüchtlingsunterkunft in der früheren Forstwaldkaserne nichts zu tun. Das aber war genau der Stand, den die Stadt hatte. Der Ausbau dieses Weges stehe natürlich in Zusammenhang mit dem Flüchtlings-Projekt in der Forstwald-Kaserne, hieß es aus der Verwaltung. Und jetzt haben wir noch nicht darüber gesprochen, dass erstmal keine Flüchtlinge kommen werden. Wollte man ein altes Vorurteil bemühen, müsste man sagen: Die in Düsseldorf sind mal wieder weit weg. Aber das wollen wir ja nicht.

Der Flüsterer musste in Sack und Asche gehen

Wir kommen zu einer Meldung, die an Ungeheuerlichkeit nicht zu überbieten ist: Der Stadtflüsterer macht Fehler. Da hatte er doch in der vergangenen Woche nicht zugehört, als ihm die Kollegen in der Redaktion erzählten, dass Ausschuss-Unterlagen zu spät angekommen waren. Ganz pflichtschuldig hatte man ihm auch geschildert, dass das in Willich geschehen war. In Tönisvorst hingegen hatte die Verwaltung schlichtweg versäumt, zu einer Infoveranstaltung für Politiker aus Planungs- und Bauausschuss einzuladen. Was macht der Flüsterer draus? Er verlegt die Ausschuss-Unterlagen nach Tönisvorst und vergisst den Rest ganz. Den Mann hätten Sie, liebe Leser, am Dienstag sehen sollen. Der ging vielleicht in Sack und Asche. Und womit? Mit Recht!

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