Die Veranstaltung um das Textilmuseum „Die Scheune“ war gestern erneut ein voller Erfolg. Zahlreiche Unikate waren an 20 Ständen zu entdecken.

Die Veranstaltung um das Textilmuseum „Die Scheune“ war gestern erneut ein voller Erfolg. Zahlreiche Unikate waren an 20 Ständen zu entdecken.
Heidrun Schaller-Lehnen (l.) ließ sich von Textildesignerin Marleen Ramakers-Meuris Arbeiten zeigen. Auf der Wiese rund um das Textilmuseum gab es allerhand zu entdecken.

Heidrun Schaller-Lehnen (l.) ließ sich von Textildesignerin Marleen Ramakers-Meuris Arbeiten zeigen. Auf der Wiese rund um das Textilmuseum gab es allerhand zu entdecken.

Heidrun Schaller-Lehnen (l.) ließ sich von Textildesignerin Marleen Ramakers-Meuris Arbeiten zeigen. Auf der Wiese rund um das Textilmuseum gab es allerhand zu entdecken.

Buschkamp, Bild 1 von 2

Heidrun Schaller-Lehnen (l.) ließ sich von Textildesignerin Marleen Ramakers-Meuris Arbeiten zeigen. Auf der Wiese rund um das Textilmuseum gab es allerhand zu entdecken.

Hinsbeck. Heidrun Schaller-Lehnen ist beeindruckt. Zum ersten Mal hat die Dülkenerin den Textilmarkt im Textilmuseum „Die Scheune“ besucht: „Es ist sehr interessant“, sagt sie. Es sei toll, eine solche Veranstaltung in der Nähe zu haben. „Und gleich werde ich etwas kaufen“, kündigt sie an. Ehemann Thomas bleibt gelassen. Er hört den Erklärungen der niederländischen Textildesignerin Marleen Ramakers-Meuris zu. Sie erklärt dem Paar, wie sie die Vorbilder für ihre bedruckten T-Shirts und Schals findet und von Fotos auf Stoff überträgt. „Jedes Jahr habe ich ein neues Thema. In diesem Jahr ist es eine Schiffswerft“, sagt Ramakers-Meuris. Ebenfalls bei ihr zu sehen: Schals mit Blütenmotiven aus dem eigenen Garten.

Angebot über warme Wolle bis hin zu schimmernder Seide

Die Textildesignerin gehörte zu den rund 20 Ausstellern, die Unikate aus Seide, Wolle oder Filz rund um das Textilmuseum an der Krickenbecker Allee anboten. Auch die Viersenerin Uli Fritz ist erneut mit einem Stand dabei, stellt Geldbörsen, ungewöhnliche Schmuckstücke und Taschen aus. Fritz lobt den Textilmarkt als „einzigartige Veranstaltung“. „Anders als bei Stadtfesten kommen hier Leute hin, die sich wirklich für die Produkte interessieren.“ Viele würden Fragen stellen und auch das Besondere des Angebots zu schätzen wissen. Die Brachterin Sabrina Schulz bietet Produkte von ihren 35 Schafen, spinnt diese auch selbst. „Für mich ist es wohl die falsche Jahreszeit“, sagt sie mit Blick auf warme Socken und Felle.

Für Christiane Münch und Petra Steffers von der Nettekultur war der gestrige Textilmarkt aufregend – für die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung war es die Premiere als Marktorganisatorinnen. Vor rund sechs Monaten haben die beiden damit begonnen, Kontakt zu den Ausstellern aufzunehmen. „Es gibt viele Stammaussteller, aber es kommen auch immer wieder neue dazu. Genauso wie beim Publikum“, sagt Münch. Einige hätten wegen der schlechten Wettervorhersage noch kurzfristig abgesagt. Anfragen für den nächsten Textilmarkt 2018 haben sie auch bereits. „Einige Aussteller planen sogar acht, neun Monate im Voraus“ sagt Christiane Münch.

Unzufrieden sind die beiden trotz des teilweise nieseligen Wetters nicht. Dass der Andrang groß war, zeigen die leeren Kuchen- und Pizzableche in der Cafeteria. Allein 250 Stück sind gegen 16 Uhr bereits verkauft – und bis 18 Uhr werden noch weitere Gäste erwartet. „So lange halten wir auf jeden fall durch“, sagen die beiden Organisatorinnen mit einem freundlichen Lachen.

Freunde von ungewöhnlichen Produkten wie gefilzten Stulpen, Loop-Schals, Seidenfäden, Ohrringen und Anhängern aus Filz oder filigranen Häkelblumen sowie farbenfroher Babykleidung konnten gestern fündig werden. Neben dem Angebot lockt die Atmosphäre rund um das Textilmuseum. „Das Ambiente ist einfach schön“, sagt Marleen Ramakers-Meuris. Das Anwesen mit der großen Wiese sei etwas Besonderes, die Besucher seien meist aufmerksam. Für die Niederländerin steht schon fest: Sie wird auch 2018 wieder dabei sein – dann aber mit einem neuen Thema.

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