Am Wochenende wurden die Westdeutschen Meisterschaften im Tischtennis in der Leineweberhalle ausgetragen.

Turnier
Beim Endspiel im Mädchen-Einzel der Westdeutschen Meisterschaft spielte Nadine Sillus (r.) gegen Imamura Yoko (beide TuS Uentrop).

Beim Endspiel im Mädchen-Einzel der Westdeutschen Meisterschaft spielte Nadine Sillus (r.) gegen Imamura Yoko (beide TuS Uentrop).

Kurt Lübke

Beim Endspiel im Mädchen-Einzel der Westdeutschen Meisterschaft spielte Nadine Sillus (r.) gegen Imamura Yoko (beide TuS Uentrop).

Anrath. Etwas schüchtern beantwortete Nina Mittelham einige Fragen. So, welche Chancen sie sich denn für das Halbfinale ausrechne: „Es wird verdammt schwer“, sagte die 14-jährige Willicherin, denn viermal hat sie bereits gegen die ältere Nadine Sillus (Uentrop) verloren. Nina startete bei den Westdeutschen-Jugendmeisterschaften im Tischtennis schon in der höheren Alterklasse.

Dass Nina Mittelham, die für DJK Holzbüttgen startet und bei den Schülern zu den besten zehn Tischtennisspielerinnen in Europa zählt, am Ende den dritten Platz im Einzel erreichte, konnte sie nur wenig trösten. Im Halbfinale bei der 9:11, 5:11, 11:7 und 5:11 Niederlage gegen die Uentroperin wäre mehr drin gewesen, hätte sie sich nicht einige Male nach relativ leichten Fehlern so sehr darüber geärgert.

Erst gab es Gelb für das absichtliche Wegschlagen des Balles, dann in der Schlussphase für die fluchende Mittelham Gelb-Rot und den das Spiel entscheidenden Zusatzpunkt für ihre Gegnerin.

Der Anrather Tischtennisklub hat sich bereits einen guten Namen gemacht

Nach der Niederlage verließ die 14-jährige, die ein Tischtennis-Internat in Düsseldorf besucht, wutschnaubend die Leineweberhalle in Anrath. Denn dort fanden an den beiden Tagen die Titelkämpfe statt. Ausrichter war der Anrather Tischtennisklub (ATK), der sich schon in den letzten Jahren, was die Austragung von west- und bundesdeutschen Ranglisten- oder Pokalturnieren bei der Jugend angeht, einen guten Namen auch aus sportlicher Sicht gemacht hatte.

Vom ATK gingen beim 96-köpfigen Startfeld (je 48 bei den Jugendlichen und jungen Damen) gleich vier Zelluloidkünstler an den Start: Annika Classen (17), Esther Lodes (15), Melanie Weischer (17) und Robin Schnitzler (17).

Während Esther und Melanie bereits am ersten Tag in ihren Gruppen nicht weiterkamen, kam das Aus für Annika und Robin im Achtelfinale. Dabei verpasste Annika Classen den Sieg gegen Claudia Kronzke (Bergneustadt) nur denkbar knapp: 5:11, 11:8, 9:11, 11:3 und 10:12 hieß es am Ende.

„Es ist schon beeindruckend, wie schnell das Spiel schon bei der Jugend geworden ist.“ Das hörte man oft die älteren Tischtennis-Cracks von den Zuhörerbänken sagen.

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