Die 19-jährige Cathrin Nimczyk aus Schiefbahn wird am Samstag als erfolgreichste Trabreiterin der Amateure ausgezeichnet.

Trabrennen
Cathrin Nimczyk mit dem Pferd „You can call me“. Auf dem „Kaiserhof“ ihres Vaters Wolfgang müssen täglich 40 Pferde betreut werden.

Cathrin Nimczyk mit dem Pferd „You can call me“. Auf dem „Kaiserhof“ ihres Vaters Wolfgang müssen täglich 40 Pferde betreut werden.

Kurt Lübke/Archiv

Cathrin Nimczyk mit dem Pferd „You can call me“. Auf dem „Kaiserhof“ ihres Vaters Wolfgang müssen täglich 40 Pferde betreut werden.

Willich. Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Genauer sind dies für Cathrin Nimczyk die Trabrennpferde. In jeder freien Minute findet man die 19-Jährige, die gerade im ersten Lehrjahr in der Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation ist, im väterlichen Schiefbahner Pferdesportzentrum „Kaiserhof“.

Gerade erst hat sich die junge Reiterin auch bundesweit einen Namen gemacht: Cathrin Nimczyk war 2010 die erfolgreichste deutsche Trabreiterin und wird dafür am Samstag, 22. Januar, auf der Bahn in Berlin-Mariendorf ausgezeichnet.

Sie ist seit ihrer frühen Kindheit im Reitstall zuhause. Denn Vater Wolfgang Nimczyk (53) ist seit langem Pferdestall-Besitzer, erfolgreicher Trainer und Trabrennfahrer bei den Profis.

Der selbstständiger Pferdewirtschaftsmeister, der auf der modernen Reit- und Trainingsanlage „Kaiserhof“ mittlerweile sechs Mitarbeiter beschäftigt, hat die ganze Familie infiziert: Ehefrau Beate sitzt ebenso im Sulky wie Sohn Michael, wobei ihr 24 Jahre alter Bruder und Profifahrer mittlerweile zwei „Goldhelme“ für den erfolgreichsten deutschen Berufstraber der Jahre 2008 und 2009 in seinem Trophäenschrank hat.

Beim Trabreiten auf dem Rücken der Pferde dominiert sie die Konkurrenz

„Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum ersten Mal im Sattel saß. Ich war wahrscheinlich fünf oder sechs Jahre alt“, erzählt die Amazone, die mittlerweile etwa 40 Siege eingefahren hat. Die meisten davon nicht im Sulky, sondern auf dem Rücken der Pferde. Denn neben dem Trabrennen gibt es auch das in Deutschland noch nicht so populäre Trabreiten. Und in dieser Kategorie hat sie im Vorjahr die Konkurrenz mit ihren 17 Siegen deutlich hinter sich gelassen.

Im Mai 2008 hatte Cathrin Nimczyk die Prüfung zur Amateur-Fahrerin absolviert. Auch wenn sie an ihr erstes Rennen mit dem Wallach „Liessa“ nicht so gute Erinnerungen hat, weil das Pferd galoppiert hatte und disqualifiziert wurde. Danach lief es immer besser. Ende 2008 folgten die ersten Siege als Trabfahrerin und -reiterin.

Vor allem mit „Gladiator“ stand sie einige Male ganz oben in den Siegerlisten. Seit etwa einem halben Jahr hat sie ihr erstes eigenes Pferd: den sechsjährigen Wallach „Italiano“. „Noch ist er etwas schwierig zu reiten, so dass mein Bruder ihn bei den Rennen fährt“, sagt die 19-Jährige, die offen lässt, ob sie einmal Profi wird. Erst einmal will sie ihre Lehre erfolgreich zu Ende führen und als Trabreiterin weiter machen.

Der erste Sieg im neuen Jahr ist bereits unter Dach und Fach: überlegen gewann sie Anfang Januar ihr Rennen in Berlin-Mariendorf. Gerne würde sie einmal mit der gesamten Familie, ihren Eltern, dem Bruder und Onkel Thomas Maaßen in einem Rennen starten.

Minuten später ist Cathrin wieder bei ihren Pferden. Schließlich müssen etwa 40 Vierbeiner im Schiefbahner Pferdesportzentrum betreut werden.

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