Timm Rüger aus Spich entscheidet Rennen der Elite für sich.

rund um die burg
Timm Rüger (weißes Trikot, mittig) fährt beim Hauptrennen der Elite als Erster über den Zielstrich.

Timm Rüger (weißes Trikot, mittig) fährt beim Hauptrennen der Elite als Erster über den Zielstrich.

Friedhelm Reimann

Timm Rüger (weißes Trikot, mittig) fährt beim Hauptrennen der Elite als Erster über den Zielstrich.

Kempen. Vorjahressieger Daniel Westmattelmann hat alles versucht. Drei Runden vor Schluss der Elite-Konkurrenz beim Kempener Radrennen wagte er einen Ausreißversuch. Ohne Erfolg: Das 84 Mann starke Feld holte ihn wieder ein. Im Zielsprint hatte dann Timm Rüger die Nase vorn. Der Fahrer vom RV Blitz Spich (Rhein-Sieg-Kreis) gewann bei der 56. Auflage des Klassikers „Rund um die Burg“.

Krefelder Tim Gajewak wagte kurz vor Schluss die Flucht

Auf den 40 Runden (84 Kilometer) über den Altstadtring ließ es das Feld zunächst sehr gemächlich angehen. Ausreißversuche, die in Kempen selten von Erfolg gekrönt sind, waren Mangelware. Erst auf den Schlussrunden versuchten einige Starter ihr Glück. Einer der Mutigen war der Krefelder Tim Gajewak. Das Mitglied des EGN-Radsport-Teams traute sich zwei Runden vor Schluss nach vorne. Wie bei Westmattelmann (Team Kuota) eine Runde zuvor blieb aber auch der Angriff des Krefelders nur ein Versuch.

Timm Rüger durfte nach 1:39:11 Stunden auf dem Kempener Ring jubeln. Seine Kollegen vom sechsköpfigen Blitz-Team aus Spich hatten ganze Arbeit geleistet, um ihn am Schluss in die beste Position zu bringen. „Ohne Teamarbeit geht hier in Kempen nichts“, sagte Ulli Deden, Sportlicher Leiter des veranstaltenden Radsportclubs (RSC) Kempen.

Die Teilnehmerzahl war im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen. „Das ist dem kühlen Wetter geschuldet. Dennoch hatten wir wieder ein starkes Feld“, so Deden.

Begonnen hatte der Kempener Renntag Sonntagmorgen mit der Konkurrenz der Senioren. Topfavorit Rainer Beckers (Team Erfurt Rauhfaser) holte sich den Sieg. Der Erste der Rangliste des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) setzte damit seine starke Saison auch in Kempen fort.

Rad-Legende Junkermann unter den Zuschauern

Bei den U 19-Junioren ging der Titel an den RSC Düren. Joshua Schotten war am schnellsten unterwegs. Die Damen-Konkurrenz entschied Melanie Hessling (OSG Westfalen Dortmund) für sich.

Genauestens beobachtet wurden die Rennen Sonntag auch von Rad-Legende Hennes Junkermann. Der 80-Jährige, der fünfmal unter den besten Zehn der Tour de France gelandet ist, ist beim Klassiker in Kempen ein gern gesehener Gast.

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