Der ASV Süchteln schlägt beim 100. Bergfest eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und lässt mit Steinen stoßen.

Leichtathletik
Die Mannschaft des LAZ Mönchengladbach gewann beim 100. Süchtelner Bergfest die traditionelle Bergstaffel. Von links: Julian Dohmes, Hannah Hansen, Clement Negra, Jan Grochowski, Marc Richer, Anna Lodes und Sarah Schmidt. (B.F.)

Die Mannschaft des LAZ Mönchengladbach gewann beim 100. Süchtelner Bergfest die traditionelle Bergstaffel. Von links: Julian Dohmes, Hannah Hansen, Clement Negra, Jan Grochowski, Marc Richer, Anna Lodes und Sarah Schmidt. (B.F.)

Bernward Franke

Die Mannschaft des LAZ Mönchengladbach gewann beim 100. Süchtelner Bergfest die traditionelle Bergstaffel. Von links: Julian Dohmes, Hannah Hansen, Clement Negra, Jan Grochowski, Marc Richer, Anna Lodes und Sarah Schmidt. (B.F.)

Süchteln. Auch das 100. Süchtelner Bergfest hat vielen der 500 Teilnehmer aus der Region große Freude bereitet. Einige fuhren mit neuen Bestleistungen nach Hause. Daran hatte nicht nur das sommerliche Wetter, sondern auch die gute Organisation des ASV Süchten ihren Anteil. Zwischen Tradition und Moderne – das war das Experiment der Jubiläumsveranstaltung, in der auch zwei Wettbewerbe stattfanden, die schon lange nicht mehr zum Repertoire von Leichtathletik-Wettkämpfen gehörten: die früher so beliebte Bergstaffel und das Steinstoßen.

Das U 16-Team der Turngemeinde Neuss ist in der Staffel ohne Chance

Zur Bergstaffel traten acht Teams an, wobei auch bekannte Spitzenkönner mitliefen. Umso größer war daher die Freude der sieben Läufer des LAZ Mönchengladbach: Julian Dohmes, Hannah Hansen, Clement Negra, Jan Grochowski, Marc Richer, Anna Lodes und Sarah Schmidt hielten den goldenen Pokal in den Händen. Ganz traurig war das acht- platzierte Team der Turngemeinde Neuss. Es war nur mit U 16-Athleten angetreten und hatte als jüngste Mannschaft nicht den Hauch einer Chance.

Den Zuschauern machte das Rennen sehr viel Spaß. Grund genug, es im Programm auch für das 101. Bergfest zu belassen. Anders das Steinstoßen, das schon lange keine leichtathletische Wettkampf-Disziplin mehr ist.

Zum Steinstoßen erscheinen lediglich Herren jenseits der 40

Es erschienen daher auch nur Herren jenseits der 40 (bis 80 Jahre), die den zehn Kilogramm schweren Stein in die Weitsprunggrube wuchteten. Am weitesten schaffte es der 47-jährige Uerdinger Swen Emmerich mit fast acht Metern. Ansonsten gab es traditionelle Leichtathletik, nicht immer mit dem erhofften Ausgang.

So klagten die Speerwerfer über (zu) heftigen Gegenwind ohne Thermik, der die weiten Würfe vermasselte, und daher so manche noch erhoffte Normleistung für die Jugend-DM in Rostock Ende des Monats nicht glückte. Lediglich die 33-jährige Kölnerin Wilma Jansen (45,82 Meter) kam mit den Verhältnissen zurecht. Bei anderen Werfern sah man sogar auch Tränen der Enttäuschung. Die gab es bei der zwölfjährigen St. Töniserin Annkathrin Hoven nicht, die beim 75-Meter-Lauf in 9,96 Sekunden unter der selten unterbotenen Zehn-Sekunden-Grenze blieb und im Ziel einen Vorsprung von einer halben Sekunde hatte. Das St. Töniser U 14-Mädchenquartett schaffte in der 4 x 75-Meter-Staffel die erstaunlich schnelle Zeit von 39,48 Sekunden. Ganz toll in Form war auch der 17-jährige Lukas Zwiener (Kevelaer), der die 800 Meter in 1:57,16 Minuten gewann.

Ergebnisse des 100. Süchtelner Bergfestes: Schüler, M 15, 100 m: 1. Julian Scherz (LG Viersen) 11,92 Sek.; M 14, 100 m: 1. Julian Geiger (LAZ Mönchengladbach) 12,56 Sek.; 800 m: 1. Jan-Ole Schneider (LAZ Mönchengladbach) 2:13,00 Min.; M 13, 75 m: 1. Moritz Uhde (LG Viersen) 10,10 Sek.; 60 m Hürden: 1. Jakob Zander (LG Viersen) 10,94 Sek.; Speerwerfen: 1. Johannes Leske (ASV Süchteln) 33,98 m.; M 12, 60 m Hürden: 1. Jaro Bergemann (LG Viersen) 10,88 Sek.;

Schülerinnen, W 15, 100 m: 1. Christina Thielmeier (ASV Süchteln) 13,62 Sek.; Dreisprung: 1. Josy Wichards (ASV Süchteln) 9,68 m.; W 13, 75 m: 1. Michelle Gartz (ASV Süchteln) 10,34 Sek.; W 11, Weitsprung: 1. Lorena Hilscher (ASV Süchteln) 3,93 m.

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