SC Rheindahlen, SV Lürrip und der Rheydter SV lösen das Ticket für die Endrunde. FC Maroc verpasst Überraschung.

Stadtmeisterschaft
Der SC Rheindahlen (weiße Trikots) behielt in der Vorrunde gegen Fortuna Mönchengladbach mit 4:1 die Oberhand.

Der SC Rheindahlen (weiße Trikots) behielt in der Vorrunde gegen Fortuna Mönchengladbach mit 4:1 die Oberhand.

Dieter Wiechmann

Der SC Rheindahlen (weiße Trikots) behielt in der Vorrunde gegen Fortuna Mönchengladbach mit 4:1 die Oberhand.

Mönchengladbach. Wohl jeder in der gut besuchten Jahnhalle hätte dem FC Maroc am Sonntagnachmittag den Einzug in die Zwischenrunde um die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gegönnt. Der als krasser Außenseiter in das Turnier gestartete C-Kreisligist startete mit einem Unentschieden gegen den SC Rheindahlen (2:2) und dem 3:1 über Geheimtipp Rot-Weiß Hockstein nicht nur furios in die Gruppe 4. Vielmehr beeindruckte die vorbildliche Disziplin, die die Mannen von Omar Benallal auf und neben dem Parkett an den Tag legten.

Am Ende sollte es jedoch nichts mit der ersten großen Überraschung der Veranstaltung werden. Rheindahlen hielt sich nach dem schwachen Auftakt in den folgenden vier Partien schadlos und zog vor der Fortuna, die sich nur dem SCR geschlagen geben musste, direkt in die Endrunde ein. Der drittplatzierte FC Maroc durfte sich immerhin damit trösten, hoch gehandelte Hocksteiner hinter sich gelassen zu haben, die mit Markus Hilgers (7 Tore) den treffsichersten Schützen in ihren Reihen hatten.

Turanspor-Kicker Fadel sorgt für den negativen Höhepunkt

Für den negativen Höhepunkt eines sportlich mäßigen Turniervormittags sorgte Turanspor Rheydts Kicker Amin Fadel. Er handelte sich im letzten Spiel gegen die Fortuna völlig zurecht die Rote Karte ein, um die er zuvor mit diversen Undiszipliniertheiten schon gebettelt hatte.

Weil anschließend auch dessen Bruder auf der Tribüne die Nerven verlor und es auch in der eigenen Kabine noch hoch herging, musste sogar die Polizei anrücken. Szenen wie diese blieben im bisherigen Turnierverlauf zum Glück die unrühmliche Ausnahme.

Auf dem Parkett dominieren Teams mit den besseren Individualisten

Auf dem Parkett hatten bisher erwartungsgemäß die Teams mit den besten Individualisten das Sagen. Das war bei Rheindahlen mit dem überragenden Dennis Richter am Sonntag genauso wie beim SV Lürrip am Samstagabend. Zwar musste Lürrips Trainer René Machowski noch auf Leistungsträger wie Markus Kleff verzichten. Doch ein guter erster Block mit Torjäger Thorsten Lipold (7 Treffer) und dem feinen Fußballer Sascha Chamekh genügte, um sich ganz souverän vor dem Polizei SV für die Endrunde zu qualifizieren.

Das Finalticket löste am Freitagabend auch der Rheydter SV. Allerdings musste der offensivstarke aber defensiv nachlässige „Spö“ bis zum Schluss zittern. Im entscheidenden Spiel hatte Viktoria Rheydts Sven Heese wenige Sekunden vor Schluss die große Chance, sein Team auf Platz eins zu schießen. Doch Heese verließen gegen den RSV die Nerven, dem letztlich das 1:1 zum Gruppensieg genügte.

Am Mittwoch wird die Vorrunde der Stadtmeisterschaft abgeschlossen. In Gruppe 6 ist der 1. FC Mönchengladbach der klare Favorit. Weil der Kreisligist Ay Yildiz mit Rücksicht auf die ins Koma gefallene Mutter eines Spielers auf eine Teilnahme verzichtet, kommt es bei der 30. Auflage zu einem Novum. Mit dem kurzfristig eingesprungenen VfB Korschenbroich spielt erstmals ein Team außerhalb der Wertung mit.

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