Ex-Profi Lawrence Aidoo und Marijan Mustac sollen dazu beitragen, dass der Niederrheinligist nicht in Abstiegsgefahr gerät.

Szene aus dem Hinspiel in Fischeln: Patrick Scheulen (r.) im Laufduell
Szene aus dem Hinspiel in Fischeln: Patrick Scheulen (r.) im Laufduell

Szene aus dem Hinspiel in Fischeln: Patrick Scheulen (r.) im Laufduell

abi

Szene aus dem Hinspiel in Fischeln: Patrick Scheulen (r.) im Laufduell

Viersen. In der Winterpause war einiges los beim 1. FC Viersen. Insgesamt drei Spieler verließen den Fußball-Niederrheinligisten zwischen den Tagen, zwei „gefühlte“ und ein echter Zugang sollen mithelfen, nach der Winterpause gar nicht erst in Abstiegsgefahr zu geraten. Während die Abgänge von Sercan Salgin (SC Rheindahlen) und Nico Ölzner (SC Waldniel), die beide beruflich bedingt nicht mehr regelmäßig trainieren können und daher keine Perspektive mehr beim 1. FC besaßen, zu verkraften sein dürften, schmerzt der Verlust von Ante Sicenica doch sehr am Hohen Busch.

Der Kroate Sicenica hat die Kicker vom Hohen Busch verlassen

Der Mittelfeldspieler war in den vergangenen Jahren der individuell talentierteste Kicker in Viersen und sucht nun eine neue Herausforderung beim abstiegsbedrohten Ligarivalen VfR Fischeln. Alle Beteiligten trennten sich im Guten. Brisant ist einzig und allein die Tatsache, dass man sich bereits Ende der kommenden Woche beim ersten Meisterschaftsspiel der Rückrunde direkt gegenübersteht, wenn der VfR beim FC gastiert. Trainer Frank Mitschkowski schätzt Sicenica zwar sehr, sieht sein Team dennoch gerüstet für die zweite Saisonhälfte: „Ante wird uns fehlen, sowohl als Persönlichkeit als auch natürlich durch seine fußballerische Klasse. Ich hege jedoch die Hoffnung, dass Lawrence Aidoo und Marijan Mustac ihn vergessen machen können.“ Sowohl Aidoo als auch Mustac können als echte Zugänge gewertet werden, auch wenn sie bereits im Spätherbst zum Team stießen. Der ehemalige Bundesligakicker Aidoo kommt nach seiner langen Pause immer besser in Fahrt und überzeugt in der Offensive vor allem durch seine Ruhe am Ball.

Stefan Kern kam in der Winterpause vom Landesligisten Union Nettetal

Offen und ehrlich wünscht ihm Mitschkowski, „dass Viersen für ihn nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zurück nach oben ist. Mit 28 Jahren kann es das für ihn eigentlich noch nicht gewesen sein.“ Auch Marijan Mustac dürfte mit seiner Kreativität das Offensivspiel beleben, wenn er seine alte Form erreicht. In Stefan Kern konnte sich der FC zudem einen echten Allrounder sichern, der jeder Mannschaft gut zu Gesicht steht.

Der vom Landesligisten Union Nettetal gekommene Kern, den Mitschkowski bereits im Sommer an den Hohen Busch lotsen wollte, ist als Defensivakteur eingeplant, kann aber praktisch auf jeder Position zum Einsatz kommen und war in Nettetal der beste Torschütze der Hinrunde. Mit Necat Kaya rückt zudem ein Mittelfeldspieler von der Reserve in den Kader der „Ersten“.

Alles in allem scheint sich der FC personell eher verbessert als verschlechtert zu haben. Dass die Rückrunde dennoch alles andere als ein Spaziergang wird, braucht den Verantwortlichen in Viersen niemand zu sagen. Die Qualität des Kaders sollte am Ende aber einmal mehr für den Klassenerhalt reichen.

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