H wie Hoppeditz heißt es heute im jecken ABC. Auch in Tönisvorst kennt man diese Symbolfigur der Narren, mit der am 11.11. die Karnevalszeit beginnt. In Tönisvorst aber nicht auf der Bühne, sondern im Verborgenen. Spätestens am Veilchendienstag aber nimmt der Hoppeditz in der Apfelstadt Gestalt an und kommt als verkleidete Puppe daher.

Einige Karnevalsvereine der Stadt pflegten lange die Tradition, einen Hoppeditz zu basteln und in der Nacht auf den Aschermittwoch zu verbrennen. Schon mal begleitet von "trauernden Witwen", wurden mit ihm die Sünden der tollen Tage verbrannt.

Hochgehalten wird die Tradition von den Karnevalisten immer noch. Besonders beim Jugendkarnevalsverein, der seit weit über 30 Jahren ohne Unterbrechung seinen Hoppeditz beerdigt. Vor der Verbrennung, die nahe dem Vereinslokal, der Gaststätte „Zum Rosental“, stattfindet, nimmt ein „Pastor“ in einer Rede die ablaufende Session aufs Korn, blickt zurück auf schöne und weniger schöne Dinge und liest den organisierten Narren ordentlich die Leviten. Um auch dann die Sünden der tollen Tage in Rauch aufgehen zu lassen und nach den letzten Bieren des Session die Fastenzeit einzuläuten. bec

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