Auf dem Weg zum karnevalistischen Bützchen: KKV-Vorsitzender Heinz Kox und seine Frau Hildburg machen es vor.
Auf dem Weg zum karnevalistischen Bützchen: KKV-Vorsitzender Heinz Kox und seine Frau Hildburg machen es vor.

Auf dem Weg zum karnevalistischen Bützchen: KKV-Vorsitzender Heinz Kox und seine Frau Hildburg machen es vor.

Die Feuerwehr übernahm eine der Lkw-Sperren an der Kreuzung St. Töniser Straße/Donkring.

Reimann, Bild 1 von 2

Auf dem Weg zum karnevalistischen Bützchen: KKV-Vorsitzender Heinz Kox und seine Frau Hildburg machen es vor.

Bützen – um diese karnevalistische Tradition geht es diesmal beim „Jecken ABC“ der WZ. Bei diesem ganz speziellen Kuss von Narr zu Närrin – und natürlich umgekehrt – sollte einiges beachtet werden. „Aktuell sind im Prinzip zwei Formen“, sagt Heinz Kox, Vorsitzender des Kempener Karnevalsvereins (KKV). Weit verbreitet sei inzwischen die förmliche Begrüßungs-Kombination „Links-Rechts-Links“ auf die Wange. „Diese Begrüßung gibt es ja auch bei anderen gesellschaftlichen Anlässen“, sagt Heinz Kox.

Beim eigentlichen Bützen unter den Jecken gehe es allerdings dann doch etwas persönlicher zu. „Im Prinzip ist es ein Bützchen – ein kleines Küsschen – auf den Mund“, sagt Kox, der von 2013 bis 2016 Karnevalsprinz in der Thomasstadt war. Bei diesem Bützchen dürfen Mann oder Frau aber keinesfalls mit der Tür ins Haus fallen. Laut Kox sollte es ein zurückhaltendes und höfliches Küsschen auf den Mund sein.

Die persönliche Note beim Bützen sei in den vergangenen Jahren immer mehr zurückgegangen. „Die meisten bevorzugen inzwischen die Wangenküsse“, sagt Kox. Aus seiner Sicht liegt das auch daran, dass vor allem Männer die karnevalistische Tradition ausnutzen wollen. „Der eine oder andere ist dann einfach zu aufdringlich.“ Dies habe mit der „wirklich schönen und freundschaftlichen Form des Bützens“ nichts zu tun. Kox: „Es gibt Grenzen und die muss man einhalten.“

Heinz Kox selbst pflegt die Bütz-Tradition durchaus, wie er lächelnd zugibt. Der markante Schurrbart des Ex-Prinzen störe dabei keinesfalls. „Ich habe jedenfalls noch keine Beschwerden bekommen“, sagt der Kempener. tkl

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer