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Die Feuerwehr übernahm eine der Lkw-Sperren an der Kreuzung St. Töniser Straße/Donkring.

Die Feuerwehr übernahm eine der Lkw-Sperren an der Kreuzung St. Töniser Straße/Donkring.

Friedhelm Reimann

Die Feuerwehr übernahm eine der Lkw-Sperren an der Kreuzung St. Töniser Straße/Donkring.

Aach Blenge – so heißt ein Verein, der seit fast 50 Jahren dafür sorgt, dass es am Tulpensonntag einen großen Karnevalszug in Anrath gibt. Die Anfänge der „acht Blinden“ (so die wörtliche Übersetzung des Vereinsnamens) gehen auf einen regelmäßigen Frühschoppen in der Gaststätte „Zum Alten Zoll“ zurück. Dieser bestand seit 1965, vorwiegend gehörten ihm Kraftfahrer an.

1968 kam bei einem dieser Treffen das Gespräch auf den Karneval, der zu dieser Zeit in Anrath ein eher tristes Dasein fristete. Die ehemalige Karnevalshochburg war eingeschlafen und diese Situation wollten die Freunde vom Kraftfahrer-Club ändern. Gesagt, getan. Der Milchwagen von Mitglied Ludwig Schelges wurde kurzerhand mit Lebensmittelfarben zum Mottowagen umgestaltet. Mit Unterstützung seiner Nachbarn zog der Trupp am Tulpensonntag durch die Anrather Straßen.

Die tolle Stimmung bestärkte die Gruppe darin, auch im folgenden Jahr mit dem Umzug fortzufahren. Die Freiwillige Feuerwehr und ein Freundeskreis unter dem Namen „Kommune Anrath“ schlossen sich an. 1969 gilt deshalb als eigentliches „Geburtsjahr“ des Vereins, der aber erst seit 1977 im amtlichen Vereinsregister eingetragen ist.

Sein Name geht auf Peter Dommers zurück. Der warf damals immer wieder den Spruch „Do bös enne Blenge“ (Du bist blind/Du hast keine Ahnung) in die Stammtisch-Runde. Da acht Freunde zugegen waren, entschied man sich für „Aach Blenge“ als Vereinsnamen – und dabei ist es bis geblieben, obwohl der Verein heute deutlich mehr Mitglieder hat. WD

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