Maria Müller (79) führte 40 Jahre ein Hutgeschäft. Sie kauft gerne in Schiefbahn ein.

Maria Müller ist mit dem Angebot in Schiefbahn zufrieden.
Maria Müller ist mit dem Angebot in Schiefbahn zufrieden.

Maria Müller ist mit dem Angebot in Schiefbahn zufrieden.

Lübke

Maria Müller ist mit dem Angebot in Schiefbahn zufrieden.

Schiefbahn. Vier Jahrzehnte lang, bis 1991, führte Maria Müller (heute 79) an der Hochstraße/Ecke Zehnthofstraße ein Fachgeschäft für Hüte, Handarbeiten und Konfektionsmode. 1956 hatte sie die Modisten-Meisterschule mit Bestnote abgeschlossen, wurde dafür von Bundeskanzler Konrad Adenauer ausgezeichnet.

Die gebürtige Giesenkirchenerin ist nach wie vor sehr aktiv, wohnt weiter in Schiefbahn, ist immer noch bestens mit dem Einzelhandel vertraut. Die WZ sprach mit ihr.

Wie war das Einkaufen früher in Schiefbahn, speziell in Ihrem Fachgeschäft?

Maria Müller: Es ging ruhig und freundlich zu. Man nahm sich im Ort oder im Laden mehr Zeit für ein Gespräch. Erst habe ich ja nur Hüte gemacht und verkauft. Sogar Berti Vogts aus Kleinenbroich war 1964 mal mit seiner Mutter hier. Meine Kunden kamen von weit her. Soviel Modisten gab es früher ja nicht. Als dann die Mobilisierung zunahm und im Auto keine Hüte mehr getragen wurden, habe ich das Geschäft auf Handarbeiten und Konfektionsmode ausgedehnt.

Wo kaufen Sie selbst ein?

Maria Müller: Das meiste erledige ich zu Fuß im Dorf. Dort finde ich alles, was ich für den täglichen Bedarf brauche. Oder ich fahre mit dem Rad zu benachbarten Bauern und hole dort die Kartoffeln, Eier und das Gemüse. Ich finde, die drei Damen- und Herrenausstatter in Schiefbahn haben ein gutes Sortiment. Natürlich kommt es vor, dass ich auch mal mit meinem alten Mercedes nach Düsseldorf fahre und mich dort in der Mode umschaue. Aber Schiefbahn braucht sich nicht zu verstecken. Nach Köln fahre ich auch: zum Doppelkopf mit Freundinnen.

Wie finden Sie das Einkaufen im Ort für die Senioren?

Maria Müller: Schiefbahn ist halt ein Straßendorf, mit einer viel befahrenen Ortsdurchfahrt und engen Bürgersteigen. Es dürfte nahezu unmöglich sein, dass dort zwei ältere Herrschaften mit ihren Rollatoren längere Zeit nebeneinander stehen, zumal noch die Radfahrer unterwegs sind. Mehr Zeit zum Entspannen wäre gut. Nicht so doll finde ich die Bank, die im Einkaufsbereich direkt an der Straße zwischen zwei Parkplätzen aufgestellt ist. Da würde ich mich nicht hinsetzen.

Würden Sie im Ortskern etwas verbessern?

Maria Müller: Das ist schwer, zumal jeder zu seinem Recht kommen möchte. Gut wäre es, wenn wir eine Umgehungsstraße hätten und wenn nicht die vielen Lkw durch den Ort fahren würden.

Und Ihre größte Sorge?

Maria Müller: Dass es für die Kunden bald noch weniger Parkplätze geben wird, wenn die Sparkasse mit dem Neubau beginnt und dann noch Edeka den neuen Markt errichtet. schö

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