Die Polizisten sprechen mit den Anwohnern, suchen nach Kleidungsstücken und stellen am Fundort des Fahrrades eine Hinweistafel auf.

Bei der Suchaktion werden alle Anwohner von der Polizei befragt.
Bei der Suchaktion werden alle Anwohner von der Polizei befragt.

Bei der Suchaktion werden alle Anwohner von der Polizei befragt.

Bei der Suchaktion werden alle Anwohner von der Polizei befragt.

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Bei der Suchaktion werden alle Anwohner von der Polizei befragt.

Grefrath. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesengroß. Auf der Suche nach dem seit über einer Woche vermissten Mirco gehen ständig neue Hinweise aus der Bevölkerung ein.

"Wir haben inzwischen 600 Anrufe erhalten von Personen, die uns Beobachtungen mitgeteilt haben, die möglicherweise mit dem Verschwinden des zehnjährigen Jungen zu tun haben", sagt Ingo Thiel, Chef der Sonderkommission Mirco. Doch der alles entscheidende Hinweis war bislang nicht dabei.

Hundertschaften der Polizei suchen entlang der Wankumer Straße

"Wir versuchen, alle Hinweise zeitnah abzuarbeiten", sagt Thiel. Seine Sonderkommission arbeitet unter Hochdruck. Sie wurde inzwischen auf 80 Beamte aufgestockt.

Schwerpunkt der Kriminalermittler: der Fundort von Mircos Hose an der Hinsbecker Straße. Die Polizisten ziehen seit Samstag von Haus zu Haus und befragen die Anwohner nach Auffälligkeiten rund um den Parkplatz.

Auch Hundertschaften der Polizei waren am Wochenende wieder im Einsatz, unterstützt von Spürhunden und Hubschraubern. Dabei konzentrierte sich die Suche zum einen auf das Gebiet rund um den Parkplatz an der Hinsbecker Straße; hier hoffen die Ermittler, möglicherweise doch noch weitere Kleidungsstücke von Mirco zu finden.

Die Polizei konzentriert sich bei ihrer Suche nach Mirco auf zwei Stellen: den Fundort des Fahrrads an der Mülhausener Straße und den Fundort seiner Hose an der Hinsbecker Straße. Vor allem möchte die Polizei wissen, wer am Freitag, 3. September, gegen 22 Uhr einen dunklen Kombi am Fundort des Fahrrades an der Mülhausener Straße gesehen hat.

Hinweise an die Polizei in Viersen, Tel. 02162/3770.

Zum anderen wurden Hundertschaften aus Essen, Bochum und Wuppertal entlang der Wankumer Straße eingesetzt.

Die Freiwillige Feuerwehr Grefrath unterstützt die Polizei bei der Suche

Dabei wurde die Sonderkommission von der Feuerwehr unterstützt. Die Wehrleute räumten mit schwerem Gerät unzugängliche Bereiche frei, die anschließend von der Polizei auch mit Spürhunden durchsucht wurden.

Dabei wurden erneut zahlreiche Gegenstände gefunden; ob sie etwas mit der Tat zu tun haben, wird jetzt genauer untersucht. "Die Unterstützung durch die freiwilligen Feuerwehrleute ist ein Zeichen der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung.

Das spornt uns an, mit unseren Bemühungen nicht nachzulassen", sagt Kommissionsleiter Thiel.

Neuerdings fahndet die Polizei auch im deutsch-niederländischen Grenzgebiet mit Plakaten in holländischer Sprache.

Seit Mittwoch hatten die Medien im Nachbarland verstärkt über den Fall Mirco berichtet. Danach gingen bei der Polizei auch mehrere Hinweise aus dem Grenzraum ein - bislang jedoch ohne konkrete Spur.

Polizisten stoppen Autofahrer und befragen Passanten

Bereits am späten Freitagabend hatte die Polizei zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Entlang der Mülhausener Straße, wo Mircos Fahrrad gefunden worden war, sprachen die Beamten gezielt Autofahrer und Passanten an.

Man hoffte, auf Zeugen zu stoßen, die hier regelmäßig joggen, zu den Sportplätzen oder zur Arbeit fahren und eventuell am Freitag, dem Tag, als Mirco verschwand, etwas beobachtet haben. Doch auch gab es keinen Erfolg.

Nun soll heute am Fundort des Fahrrads eine Hinweistafel aufstellen. Damit soll auf das Verschwinden des Jungen aufmerksam gemacht. Thiel: "Vielleicht erhalten wird damit den richtigen Hinweis auf den Aufenthaltsort Mircos."

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