Leon Küsters über die Reaktionen der Jugendlichen.

Grefrath. „Grefrath hat ein Stück Freiheit wiedererlangt.“ So beschreibt Streetworker Leon Küsters die Erleichterung unter den jungen Leuten über den gelösten Fall Mirco. Viele Jugendliche seien froh, dass der Täter nicht aus der Niersgemeinde stammt, sagt Küsters.

„Und die Familie kann jetzt endlich abschließen, die Ungewissheit ist vorbei“, nennt der Diplom-Sozialpädagoge einen weiteren Gedanken, die Jugendliche ihm gegenüber geäußert haben.

Die Sichtweise der jungen Leute auf den Fall sei mit der eines Erwachsenen zu vergleichen, sagt Küsters. So sei nach Bekanntwerden der Festnahme „ein riesieger Ruck“ durch den Ort gegangen, endlich könne man wieder aufatmen. Inwieweit sich die allgemeine Situation entspannt und Eltern ihre Kinder wieder unbeaufsichtigt oder freier spielen lassen, sei noch nicht abzuschätzen.

Rückblende: Zwei Wochen nach dem Verschwinden Mircos sagte Leon Küsters gegenüber der WZ: „So lange der Täter gesucht wird, normalisiert sich nichts.“ Seither war die 15.500-Seelen-Gemeinde laut Küsters wie ausgestorben, so auch die Skaterbahn in Oedt.

Dort hielt sich Mirco am 3. September auf. Damals hatte Streetworker Küsters den Eindruck, dass die jungen Leute selbst keine Angst haben. „Trotzdem war niemand mehr alleine unterwegs“, erinnert sich Küsters.

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