Viele Menschen kommen zum Parkplatz am Heitzerend. Sie trauern und legen Blumen und Briefe ab.

FALL MIRCO
Abschiedsbriefe und Blumen legen trauernde Menschen am Parkplatz Heitzerend ab (l.). Am Fundort des Schuhs an der L 39 fragt ein Plakat nach den Gründen für die Tat.

Abschiedsbriefe und Blumen legen trauernde Menschen am Parkplatz Heitzerend ab (l.). Am Fundort des Schuhs an der L 39 fragt ein Plakat nach den Gründen für die Tat.

Abschiedsbriefe und Blumen legen trauernde Menschen am Parkplatz Heitzerend ab (l.). Am Fundort des Schuhs an der L 39 fragt ein Plakat nach den Gründen für die Tat.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Abschiedsbriefe und Blumen legen trauernde Menschen am Parkplatz Heitzerend ab (l.). Am Fundort des Schuhs an der L 39 fragt ein Plakat nach den Gründen für die Tat.

Grefrath. Eine Frau steht mit ihrer Tochter am Parkplatz Heitzerend vor einer Flut von Grablichtern und Blumen. Sie halten sich an den Händen und schauen schweigend auf den Boden. An dieser Stelle hatte man vor Monaten Mircos Hose entdeckt.

Szenen wie diese wiederholen sich am Freitag regelmäßig. Es kommen mit dem Auto und dem Fahrrad vom Schüler bis zum Rentner Menschen aller Altersgruppen, um Abschied zu nehmen und zu trauern.

Manche hinterlegen Briefe, andere verharren eine längere Zeit und starren ins Leere. Ein Briefumschlag ist beschriftet mit den Worten „Lebe wohl, kleiner Mann“. Auf einem anderen Zettel kann man „Ruhe sanft“ lesen. Ein weiterer Trauernder hat eine Kerze abgestellt, auf der versprochen wird, für Mirco und seine Familie zu beten.

Schon in den vergangenen Monaten war der Parkplatz ein Anlaufpunkt für die Menschen aus der Region. Sie brachten Plüschtiere und Trauer-Lichter.

Erste Versuche, mit der Trauer umzugehen

Am Tag nach der Aufklärung des Falls Mirco sind dies erste Versuche, mit der Trauer umzugehen. Auch an anderen Stellen gibt es seit Freitag Veränderungen. Monatelang hingen an den Fundorten des Fahrrads am Ortseingang und des Schuhs an der Westumgehung Transparente mit dem Schriftzug „Sag endlich, wo Mirco steckt“.

Sie sind seit Freitag verschwunden. Stattdessen entdeckt man dort nun andere Plakate. Die Texte darauf drücken Unverständnis für die Tat aus. „Warum nur, warum?“, schlägt es den Autofahrern entgegen.

Fernsehteams sind noch immer vor Ort

Im Ortskern hört man schon von weitem das Dröhnen eines Generators. Auf dem Marktplatz hat sich der WDR mit einem Übertragungswagen postiert. Es wird von dort live in die Düsseldorfer Lokalzeit und eine Sondersendung am Abend übertragen. Auch Teams anderer Sender laufen durch die Straßen und suchen nach Gesprächspartnern. Der Fall Mirco lässt die Grefrather auch nach seiner Aufklärung nicht los.

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