Fortsetzung Mirco-Prozess
Archivfoto: Der mutmassliche Mörder des zehnjährigen Mirco, Olaf H., im Sitzungssaal des Landgerichts Krefeld.

Archivfoto: Der mutmassliche Mörder des zehnjährigen Mirco, Olaf H., im Sitzungssaal des Landgerichts Krefeld.

Mark Keppler

Archivfoto: Der mutmassliche Mörder des zehnjährigen Mirco, Olaf H., im Sitzungssaal des Landgerichts Krefeld.

Grefrath/Krefeld (dpa).  Im Prozess gegen den geständigen Mörder des zehnjährigen Schülers Mirco aus Grefrath hat am Freitag die seit wenigen Wochen geschiedene Ehefrau des Angeklagten ausgesagt. Die 33-Jährige verzichtete auf ihr Schweigerecht und schilderte vor dem Krefelder Landgericht den Angeklagten als ausgeglichenen, hilfsbereiten Menschen, «für den die Familie alles bedeutet hat». Mit seinem Chef in München habe er Probleme gehabt, die Meinungen hätten oft auseinandergelegen. Er habe sich deswegen auf einen geplanten Jobwechsel innerhalb der Firma gefreut. Für die Erörterung des Sexuallebens des Angeklagten schloss das Gericht auf Bitten der Zeugin die Öffentlichkeit aus. Mit der Befragung von Zeugen aus dem privaten und beruflichem Umfeld will sich das Gericht ein Bild von der Persönlichkeit des Angeklagten machen. Olaf H. war dreimal verheiratet. Er hatte die Tat gestanden, sich bei seinen verschiedenen Versionen aber in Widersprüche verwickelt. Mirco war am 3. September 2010 auf dem Nachhauseweg entführt und ermordet worden. Nach fünf Monaten hatten die Ermittler den bis dahin unbescholtenen Familienvater Olaf H. in Schwalmtal festgenommen.

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