In der Nacht auf den 1. Januar gab es für die Einsatzkräfte im Kreis Viersen viel zu tun.

Ein junger Mann soll mit diesem Wagen vor eine Hauswand in Schwalmtal gefahren sein.
Ein junger Mann soll mit diesem Wagen vor eine Hauswand in Schwalmtal gefahren sein.

Ein junger Mann soll mit diesem Wagen vor eine Hauswand in Schwalmtal gefahren sein.

Jungmann

Ein junger Mann soll mit diesem Wagen vor eine Hauswand in Schwalmtal gefahren sein.

Kreis Viersen. Über Arbeitsmangel hat sich die Polizei im Kreis Viersen in der Silvesternacht nicht beklagen können. Mit 50 Einsätzen erreichte man eine ähnliche Zahl wie im Vorjahr. Auch der Rettungsdienst kam auf die für eine solche Nacht üblichen Werte. Relative ruhig dagegen ging es für die Feuerwehren zu: Viermal waren die Brandbekämpfer vom Silvesternachmittag an gefordert. Gegen 18 Uhr musste der Löschzug Bracht ausrücken, um einen Kaminbrand zu löschen. Der zweite Einsatz erwies sich – zum Glück – als Fehlalarm. Denn da hatte die Brandmeldeanlage an der Dorenburg in Grefrath ausgelöst. Um 0.15 Uhr brannte am Viersener Beghinenhof ein Müllcontainer, um 0.40 Uhr mussten die St. Töniser ran: Hier hatten einige Lebensbäume Feuer gefangen. Beide Kleinbrände waren schnell gelöscht.

Mit steigendem Alkoholpegel wurden die Einsätze heftiger

Für die Polizei ging es ruhiger in die Nacht hinein als aus ihr hinaus: Mit steigendem Alkoholpegel der Feiernden wurden auch die Einsätze heftiger. Besonders schlechtes Benehmen zeigte ein 17-jähriger Kaldenkirchener gegen 2.20 Uhr in Leuth. Er randalierte auf einer Feier, wurde daraufhin von den Verantwortlichen der Veranstaltung und der hinzu gerufenen Polizei zum Rettungswagen gebracht. Auch im Krankenhaus gab er keine Ruhe, versuchte im Behandlungsraum einen Sanitäter anzugreifen, was die Polizisten aber verhindern konnten. Da halfen am Ende nur noch Handfesseln. Nach Strafanzeige und Blutprobe konnte er im Krankenhaus bleiben. Insgesamt drei Menschen mussten große Teile der Silvesternacht in der Ausnüchterungszelle der Polizei verbringen. Diesem Los hat sich vermutlich ein noch unbekannter Autofahrer, der gegen 2.45 Uhr in der Schwalmtaler Sektion Gendohr einen Unfall baute, durch Flucht entzogen. Er geriet nach einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn, der Wagen krachte vor eine Hauswand, schleuderte zurück auf die Fahrbahn und blieb dort entgegengesetzt zur Fahrtrichtung liegen. Ein 51-Jähriger aus Waldniel sprach den etwa 25-jährigen Fahrer an. Der behauptete, die Polizei anrufen zu wollen, gab dann aber Fersengeld. Wohl nicht ohne Grund: Polizisten fanden im Auto Betäubungsmittel und gehen deshalb davon aus, dass eine Blutprobe wohl ergeben hätte, dass der Mann nicht fahrtüchtig war. Das Unfallauto wurde sichergestellt.

Die Polizei sucht Zeugen zur Unfallflucht in Schwalmtal und der Körperverletzung in Viersen. Bitte unter der Rufnummer 02162/377 melden.

Drei Männer verletzten dann gegen 4.50 Uhr eine 29-Jährige auf dem Viersener Gereonsplatz, unter anderem mit einem größeren Ring. Sie hatten zunächst ihren Bruder angegriffen. Als die Frau diesem zur Hilfe kam, wurde sie selbst leicht verletzt. Zwei der drei Täter konnte die Polizei schnell ermitteln. Es handelt sich um zwei Viersener (36 und 37). Beide erwartet nun ein Strafverfahren. Übel spielte dann gegen 6 Uhr ein junges Trio einem 42-jährigen Taxifahrer am Sportplatz in Leuth mit. Die drei alkoholisierten Männer wollten gefahren werden und vor Antritt der Fahrt über den Preis diskutieren. Sie schlugen und traten den Mann, so dass dieser im Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Er schätzt seine Angreifer auf 17 bis 19 Jahre.

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