Bis Ende des Jahres sollen alle Einsatzkräfte mit modernen Geräten ausgestattet sein.

Heinz-Georg Lenssen (l.), stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle, und Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel zeigen die neue Technik.
Heinz-Georg Lenssen (l.), stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle, und Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel zeigen die neue Technik.

Heinz-Georg Lenssen (l.), stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle, und Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel zeigen die neue Technik.

Knappe

Heinz-Georg Lenssen (l.), stellvertretender Leiter der Kreisleitstelle, und Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel zeigen die neue Technik.

Kreis Viersen. Der gesamte Rettungsdienst im Kreis Viersen hat sie bereits. Die Feuerwehren von Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal und Niederkrüchten ebenfalls. In den nächsten Wochen folgen Schwalmtal, Tönisvorst, Viersen und Willich. Danach kommen alle weiteren Hilfsorganisationen im Kreis Viersen. Die Rede ist von den digitalen Funkmeldeempfängern für die Alarmierung, die alle 1819 Einsatzkräfte im Feuerschutz- und Rettungswesen in der Region erhalten.

Nachdem die planerischen Grundlagen für eine digitale Funkalarmierung schon im Jahr 2010 durch die Kreisleitstelle geschaffen wurden, ist es nun soweit: Die neue Form der Alarmierung hält Einzug. Als einen Quantensprung bezeichnet es Peter Ottmann, Landrat des Kreises Viersen.

„Die neue Technik sorgt für mehr Sicherheit. Sie gewährleistet eine schnellere und einfachere Kommunikation, die dabei weniger störanfälliger ist. Es war mit einem ordentlichen Kostenaufwand verbunden, aber das ist es uns wert, den Betrag ausgegeben zu haben. Die Kosten für die gesamte Maßnahme beliefen sich auf rund eine Million Euro.

Neue Masten waren nicht notwendig

Während der Kreis die Infrastruktur geschaffen hat, sorgten Städte und Gemeinden für die jeweils benötigten Endgeräte. Bei der Herstellung der Infrastruktur war das Landesamt für Zentrale Polizeitechnische Dienste (LZPD) NRW mit im Boot. „Unter Berücksichtigung der geografischen Besonderheiten haben wir geholfen, die Standorte für die sogenannten Digitalen Alarm-Umsetzer, kurz DAU, zu finden“, erklärt Georg Nieskens vom LZPD.

Dabei mussten aber keinerlei neue Masten errichtet werden, sondern es konnten bereits bestehende Anlagen genutzt werden. „Wir sind glücklich und stolz“, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Thomas Riedel. Die mit der analogen Alarmierung einhergehenden Probleme gehören der Vergangenheit an. Sprechfunkfrequenzen müssen nicht mehr blockiert werden, und die digitale Funkalarmierung soll jeden erreichen.

Es gibt nun auch 77 Geräte für die Sirenenauslösung und 22 zur Türöffnung (Feuerwehrhallen).

Es gibt 19 Alarmumsetzter, unter anderem in Willich, Anrath, St. Tönis, Vorst, Tönisberg, St. Hubert, Kempen, Grefrath, Viersen, Dülken, Leuth, Kaldenkirchen und Lobberich.

Zudem ist das Netz komplett verschlüsselt, so dass kein Unbefugter mehr mithören kann. „Da die Endgeräte nun ablesbar sind und uns Text übermitteln, entfallen auch zeitraubende Rückfragen, wie sie früher der Fall waren“, beschreibt Heinz-Georg Lenssen, stellvertretender Leiter der Kreisleiststelle Viersen, einen weiteren Vorteil. Andreas Budde, der technische Dezernent des Kreises, hofft nun, dass der noch fehlende Digitalfunk (für die komplette restliche Kommunikation zwischen den Helfern) bis 2013/14 dazukommt.

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