Auf zwei städtischen Grünflächen tummeln sich die Nager. Die Beschwerden der Anwohner blieben bis jetzt erfolglos.

Eine der betroffenen Grünflächen befindet sich vor der Haustür von Heinz-Ulrich Gebel. Auch Nachbarin Irmgard Sklebeny beobachtet immer wieder, dass sich dort Ratten eingenistet haben.
Eine der betroffenen Grünflächen befindet sich vor der Haustür von Heinz-Ulrich Gebel. Auch Nachbarin Irmgard Sklebeny beobachtet immer wieder, dass sich dort Ratten eingenistet haben.

Eine der betroffenen Grünflächen befindet sich vor der Haustür von Heinz-Ulrich Gebel. Auch Nachbarin Irmgard Sklebeny beobachtet immer wieder, dass sich dort Ratten eingenistet haben.

Busch

Eine der betroffenen Grünflächen befindet sich vor der Haustür von Heinz-Ulrich Gebel. Auch Nachbarin Irmgard Sklebeny beobachtet immer wieder, dass sich dort Ratten eingenistet haben.

Viersen. Vor Heinz-Ulrich Gebels Haustür erstreckt sich eine rund 30 Quadratmeter große Grünfläche mit Bodendeckern. Sieht eigentlich ganz nett aus, nur etwas verwildert. Doch wenn es nach dem 64-Jährigen ginge, wäre das Grün längst weg. „Da tummeln sich die Ratten“, sagt er.

Auch ein paar Meter weiter, in einem dicht bewachsenen Streifen direkt neben dem Bürgersteig der Straße Am Kronenfeld, deuten Erdlöcher auf die Nager hin. Weil beide Flächen der Stadt gehören, hat sich Gebel ans Ordnungsamt und ans Grünflächenamt gewandt. Zuerst schriftlich, dann sprach er persönlich vor. „Aber die kommen immer wieder mit Entschuldigungen.“

„Man hat Angst, dass die Ratten ins Haus kommen.“

Heinz-Ulrich Gebel

Seit mindestens fünf bis sechs Jahren tauchten Am Kronenfeld immer wieder Ratten auf, erzählt Nachbarin Irmgard Sklebeny. „Die kommen aus dem Kanal, hier ist alles voll“, sagt die 78-Jährige. Schon mehrmals lag gleich neben ihrer Haustüre Rattenkot. Heinz-Ulrich Gebels Bruder Bernd, der ebenfalls an der Straße wohnt, traut sich mittlerweile nicht mehr, unbeaufsichtigt seine Terrassentüre offen zu lassen: „Man hat Angst, dass die Ratten ins Haus kommen.“

Die drei Anwohner schätzen, dass sich 20 bis 30 Tiere an ihrer Straße eingenistet haben. „Wenn im Oktober, November, hier die Haselnüsse von den Bäumen fallen, ist das für die Ratten immer ein gefundenes Fressen“, sagt Heinz-Ulrich Gebel. Vor zwei Jahren zog er an die kleine Straße in der Viersener Südstadt, nahe des Hammer Baches. Im Sommer 2016 fielen ihm zum ersten Mal Ratten auf, die zwischen den Grünstreifen vor seinem Haus hin und her huschten.

Der 64-Jährige möchte bei der Stadt erwirken, dass auch dort die Bodendecker entfernt werden. Kürzlich sei im Auftrag der Stadt zumindest mal ein Schädlingsbekämpfer vor Ort gewesen. „Der sagte, so lange hier alles bewachsen ist, könne er nichts machen.“ Vom Grünflächenamt habe er allerdings gehört, das Grün dürfe derzeit nicht geschnitten werden, weil darin Vögel brüten könnten, erzählt Gebel – ein Argument, das weder seine Nachbarn noch er nachvollziehen können. „Die einzigen, die da drin nisten, sind die Ratten“, sagt er. „Vögel legen ihre Eier nicht so nah am Boden.“ Und wenn es doch so wäre: „Die Ratten würden sie fressen.“

Der Verwaltung seien die Probleme an der Straße Am Kronenfeld bekannt, bestätigt Ute Feyen, persönliche Referentin der Bürgermeisterin. „Es wird dort einen Ortstermin mit Vertretern des Grünflächenamtes, des Ordnungsamtes und dem Schädlingsbekämpfer geben.“ Ein genaues Datum gebe es noch nicht, aber „das wird kurzfristig passieren“. Ziel sei, nach effektiven Maßnahmen der Rattenbekämpfung zu suchen. Voraussichtlich wird auch Heinz-Ulrich Gebels dazu eingeladen – dann kann er den Experten genau zeigen, wo sich die Nager vor seinem Haus tummeln.

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