Im Gewerbegebiet Mackenstein plant der Bädergroßhandel Reuter seine neue Zentrale.

Viersen. Mit breiter Mehrheit hat der Stadtrat beschlossen, das Gewerbegebiet Mackenstein um gut 23 Hektar zu erweitern. Dort plant der Bädergroßhandel Reuter seine neue Firmenzentrale samt Hochregallager und Showroom, will rund 100 Millionen Euro in den Standort investieren. Rund 200 hoch qualifizierte Jobs sollen laut dem Unternehmen in den kommenden Jahren dort entstehen.

Politiker von Linken und Grünen äußern Kritik

Auf Antrag der Grünen wurde geheim abgestimmt. 37 Ratsmitglieder votierten für eine Änderung des Flächennutzungsplans, 15 dagegen. Ein Ratsmitglied enthielt sich der Stimme. Geschäftsführer Bernd Reuter hatte am Tag der Sitzung an die Ratsmitglieder appelliert, bei der Abstimmung ein „klares Bekenntnis zu Reuter“ zum Ausdruck zu bringen. Sein Unternehmen habe auch im 40 Kilometer entfernten Bedburg ein mögliches Baugrundstück als Alternative zu Viersen ins Auge gefasst. Darüber äußerte Linken-Ratsherr Christoph Saßen seinen Unmut. „Die Mehrheit im Planungsausschuss für eine Änderung des Flächennutzungsplans war schon sehr breit. Just heute einen Alternativstandort ins Spiel zu bringen, halte ich für nicht nachvollziehbar.“

Kritik äußerte auch Martina Maaßen, Fraktionsvorsitzende der Grünen: „Zehn Hektar Flächenversiegelung trotz Ausgleichsfläche ist mit uns Grünen nicht zu machen.“ Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Lärmbelastung für die Anwohner durch Flüsterasphalt und nächtliches Tempo-30 tatsächlich abnehme.

Die Technische Beigeordnete Beatrice Kamper verwies darauf, dass die Lärm- und Verkehrsfragen Teil des Bebauungsplanverfahrens sind. Voraussichtlich im kommenden Monat können Bürger ihre Stellungnahmen zu dem geänderten Bebauungsplan abgeben. mrö

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