Landwirt Heiner Meevissen ist sich sicher, dass es sich nicht um Wetterschäden handelt.

Landwirt Heiner Meevissen ist sich sicher, dass es sich nicht um Wetterschäden handelt.
Heiner Meevissen beseitigt die Spuren der Verwüstung.

Heiner Meevissen beseitigt die Spuren der Verwüstung.

IVB

Heiner Meevissen beseitigt die Spuren der Verwüstung.

Nettetal. Heiner Meevissen aus Bracht ist sauer, stinksauer. Seit fünf Jahren baut der Landwirt (57) auf seiner 21 Hektar großen Parzelle in Nettetal-Breyell Mais an. Jedes Jahr bietet sich ihm derselbe Anblick: Die Maishalme liegen zerknickt und durchbrochen auf dem Feld, das eine meterlange Furche durchzieht.

In diesem Jahr gab es dort sogar schon mehrfach Zerstörungen. Heiner Meevissen ist davon überzeugt: „Das ist kein witterungsbedingter Schaden, sondern vielmehr wird der Mais abgebrochen, die Koben liegen zertreten auf dem Boden verteilt.“ Für ihn ein Problem, denn: „Nicht nur der Futterschaden für die Tiere, auch mein finanzieller Schaden ist hoch.“

Polizei sieht nur geringe Chancen auf Aufklärung

Der in Bracht-Börholz wohnende Landwirt fährt seine Parzelle im Breyeller Vorbruch regelmäßig ab, doch immer wieder erwartet ihn dieser Anblick der Zerstörung. „Ich kann ja nicht stündlich das Feld abfahren, um die Mais-Randalierer zu erwischen und nachzusehen, ob der Mais noch steht“, sagt der mittlerweile genervte Landwirt.

Meevissens Anrufe bei der Polizei und beim Nettetaler Ordnungsamt blieben bislang erfolglos; eine Anzeige hat der Landwirt nicht erstattet. Die Polizei würde bei einer Anzeige ein solches Vorgehen als Sachbeschädigung betrachten und ermitteln, sagt deren Sprecherin Antje Heymanns. Allerdings seien die Chancen auf Aufklärung gering, sofern es nicht Fußspuren gebe oder die Täter Gegenstände verloren hätten, sodass die Polizei konkreten Spuren nachgehen könne. Auch Zeugenhinweise seien laut Antje Heymanns eher selten zu erwarten, da Maisfelder zum einen meist schwer einsehbar seien und zum anderen oft außerhalb liegen würden.

Dass Landwirte generell mit Zerstörungen auf den Feldern umgehen müssen, kann Kreislandwirt Paul-Christian Küskens bestätigen: „Wildschweine sorgen sogar für massive Probleme.“ Gerade Maisbauern würden auch unter Schäden durch spielende Kinder leiden. Doch aus anderen Bundesländern kennt Küskens Fälle, in denen „Mais im großen Stil gestohlen wird, sodass es von außen kaum auffällt“.

Einmal in diesem Jahr hat Heiner Meevissen Kinder und Jugendliche bereits in seinem Maisfeld erwischt und mit ihnen gesprochen. Doch Einsicht bei den Randalierern habe der Landwirt nicht feststellen können. Das einzige, was seiner Ansicht nach helfen würde, wäre ein Eingreifen der Eltern bei den jugendlichen Zerstörern: „Denn es ist ja keine Bagatelle“, sagt der Landwirt verärgert.

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