Die Stimmung im ausverkauften Bürgerhaus wurde bei der Premiere am Samstag im Laufe der mehr als fünf Stunden immer besser.

Zunächst entführte das Ensemble die Besucher in die Welt vor rund 200 Jahren, als das Wasser noch aus dem Brunnen gepumpt wurde. Entsprechend suchte die Nachbarschaft eine Pumpenkönigin.
Zunächst entführte das Ensemble die Besucher in die Welt vor rund 200 Jahren, als das Wasser noch aus dem Brunnen gepumpt wurde. Entsprechend suchte die Nachbarschaft eine Pumpenkönigin.

Zunächst entführte das Ensemble die Besucher in die Welt vor rund 200 Jahren, als das Wasser noch aus dem Brunnen gepumpt wurde. Entsprechend suchte die Nachbarschaft eine Pumpenkönigin.

Busch

Zunächst entführte das Ensemble die Besucher in die Welt vor rund 200 Jahren, als das Wasser noch aus dem Brunnen gepumpt wurde. Entsprechend suchte die Nachbarschaft eine Pumpenkönigin.

Dülken. „Was auch geschah, Orpheum war da!“ So hat der Orpheums-Chor seine Gäste zur diesjährigen Premiere im ausverkauften Bürgerhaus begrüßt. Die Besucher sahen eine gelungene Veranstaltung. Klaus Büschges hatte tiefsinnige Texte geschrieben, und Hans-Peter Faßbender dirigierte seine „Chorknaben“, unterstützt von der Orpheumsband „Clockwise“, mit Schwung in die Session.

Die Bürgermeisterin versprach, sich für das Bürgerhaus einzusetzen

Zunächst entführte André Schmitz mit dem Aat Dölker Stöckske die Zuschauer in die Welt vor rund 200 Jahren – eine Zeit, in der das Wasser nicht aus der Leitung floss, sondern aus dem Brunnen gepumpt werden musste. Dass die „Pumpennachbarschaft“ sich das kostbare Wasser teilen musste, gab Anlass zu manchem Neiden, aber auch zu Festen wie die Wahl der Pumpenkönigin, zu der sich die Wirtin ebenso stellte wie die Frauen ihrer Nachbarn und sogar die Bürgermeisterin, die aus Viersen gekommen war. Als der Pfarrer die Pumpe gesegnet hatte, sang Polizist Boeken alias Wolfgang Voss unter großem Beifall das Lied über die Heimat.

In der kurzen Pause bat Orpheums-Präsident Günther Kamp die echte Bürgermeisterin Sabine Anemüller zu sich auf den Thron und bat sie, alles zu unternehmen, damit das Orpheum sein 150-jähriges Bestehen 2019 im dann noch immer bestehenden Bürgerhaus feiern kann. Anemüller versprach, sich dafür einzusetzen.

Anschließend ging eine Welle der Begeisterung durch das Bürgerhaus, als sich der Vorhang zum Musical „Der König der Löwen“ hob und das wunderschöne Bühnenbild von Angelo Pirisino freigab. Mit viel Musik und vielen Sketchen hatte Marcus Büschges das Casting für eine Aufführung im „Dölker Musical Dome“ vorbereitet und wurde für den grandiosen Auftritt seiner Orpheumsbrüder und seinen eigenen als Komponist Elton John mit viel Jubel belohnt.

Dann wurde es leiser im Zuschauerraum: Martin Recker ließ in seinem Intermezzo „Orpheums Büdchen“ die an der Wurstbude versammelten zumeist arbeits- und geldlosen Nachbarn über Gott und die Welt philosophieren und diskutieren, über die Liebe und den Alltag, bis alle schließlich feststellten, dass Wirtschaft ohne Geld nicht funktioniert.

Zum Abschluss wurde Dülken zur Festival-Stadt

Total verrückt wurde es zum Abschluss: Dülken soll Festival-Stadt werden, der Alte Markt in Dülken präsentierte sich als Rock-Garten. Dass die Hippie-Musiker inzwischen alte Herren waren, störte nicht. Sie wurden begeistert gefeiert, für ihre Musik und für den VW-Bully, den sie um die Häuser herumbugsierten und so manchen Gast im Bürgerhaus an die eigene Jugend erinnerten. Das Publikum klatschte im Rhythmus und feierte sein Orpheum stehend mit gewaltigem Applaus.

Orpheum ist Teamwork, ein Zusammenspiel von vielen Talenten. Neben dem Kreieren der wunderschönen Kostüme stehen Gesang und Schauspielerei an erster Stelle, auch die Autoren agieren immer mit auf der Bühne: André Schmitz, Marcus Büschges und sein Vater Klaus, Martin Recker sowie Dietmar Creutz, Hans-Walter van den Bergh und Markus Stolzenberg.

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