Das Gastgewerbe hat die Finanzkrise überwunden. Die Übernachtungszahlen steigen wieder an.

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Egal, ob Heupension oder Hotelkette: Die Unterkünfte am Niederrhein sind wieder stärker gefragt.

Egal, ob Heupension oder Hotelkette: Die Unterkünfte am Niederrhein sind wieder stärker gefragt.

Egal, ob Heupension oder Hotelkette: Die Unterkünfte am Niederrhein sind wieder stärker gefragt.

Niederrhein. Der Tourismus am Niederrhein hat die Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden. Das belegten die Zahlen eindeutig, sagt Rolf Adolphs: „Wir sind gut aus dem schlechten Jahr 2009 herausgekommen.“

Zwar lägen die Zahlen für das ganze Jahr 2010 noch nicht vor, so der Geschäftsführer der Niederrhein-Tourismus GmbH, doch bis Oktober habe man einen Zuwachs bei den Gästeübernachtungen von 3,8 Prozent verzeichnen können. „Ich gehe davon aus, dass wir für 2010 unser Ziel von knapp zwei Millionen Übernachtungen erreichen konnten“, so Adolphs.

Im Jahr 2010 kamen deutlich mehr Gäste aus dem Ausland

Seine Gesellschaft vertritt das Gebiet von Stadt Krefeld sowie den Kreisen Viersen, Kleve und Wesel. Hier liegt die Steigerungsrate höher als am restlichen Niederrhein (plus 3,0 Prozent); dort wird Duisburg hinzugerechnet und profitierte so von den Übernachtungszahlen der Kulturhauptstadt 2010 im Ruhrgebiet.

Besonders freut sich Adolphs über ein dickes Plus bei den Gästen aus dem Ausland. Hier gab es einen Zuwachs von zwölf Prozent. Er führt dies auf die Aktivitäten von 2-Land und Coolbreaks zurück.

Dabei kann man Arrangements direkt buchen, wie eine viertägige Radtour mit den Zielorten Kempen, Arcen, Roermond und Brüggen oder eine kulinarische Lustreise ins Kloster. „Diese Angebote bringen uns Besucher aus dem Ausland“, sagt Adolphs.

Damit es noch mehr werden, trommelt die Gesellschaft in diesem Jahr wieder auf Reisemessen wie der Internationalen Tourismus Börse Berlin für Urlaub am Niederrhein.

„Wir gehen davon aus, dass die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen mit drei Spielen in Mönchengladbach Besucher an den Niederrhein bringen wird“, sagt Adolphs. Auch Großveranstaltungen wie der Eurovision Song Contest mit Lena in Düsseldorf werde für den Niederrhein einen „Überschwappeffekt“ bringen.

Deshalb ist Adolphs optimistisch, 2011 mit den Übernachtungszahlen die Zwei-Millionen-Marke zu überschreiten. Es gebe bereits zahlreiche Vorbuchungen, und mit dem Niederrheinrad und dem Rheinradweg habe man gute Vorarbeit geleistet. Die Tour entlang des größten deutschen Stroms wird immer beliebter, und der Abschnitt zwischen Krefeld und Emmerich ist nun komplett zu erradeln.

Das Niederrheinrad soll den Radtourismus weiter beleben

Dazu passt das Niederrheinrad. Es ist an über 50 Stellen in der Region erhältlich, und es kann an all diesen Stellen sowohl ausgeliehen als auch wieder zurückgegeben werden. Damit soll eine Position gestärkt werden, die der Niederrhein heute schon innehat: Er gilt als eines der beliebtesten Radreisegebiete Deutschlands.

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