Roland Busch
Ein Kommentar von Roland Busch.

Ein Kommentar von Roland Busch.

Ein Kommentar von Roland Busch.

Ein bisschen erinnert der Eiserne Rhein an den fliegenden Holländer. Der Kapitän dieses Gespensterschiffes muss auf ewig auf dem Meer herumirren, ohne in einen Hafen einlaufen oder im Tod Erlösung finden zu können. So ist es auch mit dem Eisernen Rhein. Er geistert immer mal wieder durch die politische Diskussion, wird nicht wirklich akut, man lässt ihn aber auch nicht richtig sterben.

Daran haben aber nicht nur das Land oder der Bund Schuld, sondern auch die Politiker in der Region. Sie haben es versäumt, sich eine klare Meinung zu bilden und damit eine Position für die Region zu finden. Stellungnahmen wie die des Kreises Viersen sind Wischi-Waschi-Erklärungen und gehen am Kern der Problematik vorbei.

In der Region sind die Chancen, die der Eiserne Rhein bietet, nicht erkannt worden. Unter dem Strich bietet der Bund an, etwa 500 Millionen Euro am Niederrhein investieren zu wollen. Da muss man zugreifen. Was bedeutet: Ja zum Eisernen Rhein auf der heutigen Trasse, dafür wird die Strecke komplett mit modernstem Lärmschutz ausgestattet und die Region erhält eine ICE-Anbindung. Es wird Zeit, dass sich Krefeld, Mönchengladbach und Viersen an einen Tisch setzen und mit einer Stimme sprechen. Sonst werden die Millionen in Thüringen oder dem Bayrischen Wald verbaut – und die Bahn lässt den Niederrhein links liegen.

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