Paul Christian Küskens ist neuer Vorsitzender. Er will auf seinem Hof das Beste für die Tiere herausholen.

Kreisbauernschaft
Der neue Vorstand der Kreisbauernschaft (v. l.) besteht aus Theo Heyes (Beisitzer), Heinz Nothofer (2. Vorsitzender), dem Vorsitzenden Paul Christian Küskens sowie Mark Bonus, Heinz Zanders und Rudolf Platen (alle Beisitzer).

Der neue Vorstand der Kreisbauernschaft (v. l.) besteht aus Theo Heyes (Beisitzer), Heinz Nothofer (2. Vorsitzender), dem Vorsitzenden Paul Christian Küskens sowie Mark Bonus, Heinz Zanders und Rudolf Platen (alle Beisitzer).

Kuh-Komfort ist angesagt auf dem Hof von Paul Christian und Susanne Küskens.

Lübke, Bild 1 von 2

Der neue Vorstand der Kreisbauernschaft (v. l.) besteht aus Theo Heyes (Beisitzer), Heinz Nothofer (2. Vorsitzender), dem Vorsitzenden Paul Christian Küskens sowie Mark Bonus, Heinz Zanders und Rudolf Platen (alle Beisitzer).

Niederkrüchten. Paul Christian Küskens (49) ist ein engagierter Landwirt. Einer, der nicht nein sagt, wenn es darum geht, ein Ehrenamt zu übernehmen. Sein Vater war Ortsbauernschafts-Vorsitzender, er selbst ist es heute auch.

Er ist im Aufsichtsrat der Warengenossenschaft Schwalm-Nette, Vertreter der Landwirte aus Brüggen, Schwalmtal und Niederkrüchten bei der Milch-Union Hocheifel, Vorstandsmitglied der Jagdgenossenschaft Niederkrüchten, stellvertretender sachkundiger Bürger im Niederkrüchtener Gemeinderat, im Vorstand der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen – und seit Dienstagabend ihr neuer Vorsitzender. Er löst Heinz-Josef Tölkes ab, der aber Kreislandwirt bleibt.

Ehefrau Susanne muss ihn auf dem Hof vertreten

Noch vor gut einer Woche hatte Küskens sich nicht träumen lassen, dass er dieses Amt bekleiden würde. Als es ihm angetragen wurde, war sein wichtigster Ansprechpartner seine Frau Susanne (46). Sie muss ihn auf dem Hof mit rund 40 Milchkühen und 45 Hektar Ackerland vertreten, wenn er für sein neues Ehrenamt unterwegs sein wird.

Die beiden betreiben den Hof in der dritten Generation und allein. „Ich habe jemanden, der gelassen nach Hause kommt, der sich in seinen Ehrenämtern nicht aufregt, sondern daraus Kraft gewinnt“, sagt die Ehefrau. Und Kraft brauche man in der Landwirtschaft. „Man muss gut ausgebildet sein, Ahnung von Wirtschaft haben und viel Bürokratie aushalten“, sagt Küskens.

Seine Frau ärgert sich manchmal, dass die „gute alte Zeit“ in diesem Beruf in der Öffentlichkeit so verklärt werde. „Da heißt es dann: Früher war alles gut, und heute ist alles nur noch eine Industrie.“ Diesem Bild gelte es, energisch entgegenzutreten. „Es geht den meisten Landwirten darum, das Optimum für die Tiere herauszuholen.“ Und: „Alles geht in Richtung Kuh-Komfort.“

Dass der Komfort für Kühe kein leeres Wort ist, zeigen die beiden im Stall. Dort steht eine merkwürdige Bürste, die ins Rotieren kommt, wenn man darunter stößt. Das Gerät ist schon arg abgenutzt vom vielen Gebrauch durch die Tiere, die sich Kopf oder Rücken massieren lassen.

Jüngere Menschen zur Arbeit im Verband motivieren

Küskens weiß, dass er mit seinem neuen Amt nun auch in der Öffentlichkeit stehen wird. „Ich bin noch nicht dazu gekommen, mir Gedanken zu machen, welche Akzente ich in den sechs Jahren meiner Amtszeit setzen will“, sagt er. Eins sei jedoch sicher: „Wir müssen verstärkt jüngere Landwirte mit ins Ehrenamt nehmen, müssen die Jungen motivieren, sich für den Verband zu interessieren, damit wir breit aufgestellt sind.“

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