Bei der Frauensitzung in der Begegnungsstätte wird zum Jubiläum ein „Best of“ der vergangenen Jahre gezeigt.

Niederkrüchten. Nadine Glende, Gisela Vollekier, Ulrike Wolter und all die anderen Schnattergänse haben die Ruhe weg. „Wir treffen uns zum schnattern. Die heiße Phase beginnt jetzt nach den Feiertagen“, sagt Glende. Karneval ist mitten im Weihnachts- und Silvesterfieber noch weit weg und trotzdem allgegenwärtig. Am 24. Januar feiern die Krüchtener Schnattergänse ihr erstes Jubiläum – 1 x 11 Jahre. Sie präsentieren in der Frauensitzung in der Begegnungsstätte ein „Best of“.

Karneval mischt sich auch in die Weihnachtszeit

„Mädels, wir haben nur noch drei Proben auf der Bühne. Ab dem nächsten Mal wird geklotzt“, ruft die Vorsitzende Betina Golke in die Runde. Die Frauen zucken kurz zusammen. „Wie, nur noch drei Proben“ – steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Die Umstellung von „Stille Nacht“ auf „Kumm, loss mer fiere“ fällt den Schnattergänsen nicht immer leicht. Und trotzdem mischt sich die Vorfreude auf Karneval in jedem Jahr in die Weihnachtszeit.

„Die Session ist kurz, aber das ist für alle gleich. Es hat in elf Jahren immer geklappt“, sagt Ulrike Wolter. Seit 33 Jahren steht sie auf der Bühne, 22 Jahre in Elmpt und nun in Niederkrüchten. Wie Gisela Vollekier, die auch schon Ewigkeiten dabei ist, lässt sie die jahrzehntelange Erfahrung ruhiger und entspannter werden. Das Proben aber bleibt. Im Auto, beim Putzen, beim Kochen – die CD´s mit der Musik oder die Manuskripte sind immer dabei. „Bevor ich auf die Bühne gehe, habe ich jedes Stück tausendmal gesungen“, sagt Vollekier.

Auch Glende und Wolter legen Wert darauf, alles „im Schlaf“ zu können. Im Sommer haben sich die Schnattergänse alle Aufzeichnungen ihrer bisherigen Sitzungen zu Gemüte geführt. Daraus haben sie ihr Programm für 2015 gestrickt. „Wir haben auf den Applaus und unser Bauchgefühl geachtet“, berichtet Glende.

Obwohl sie nicht mehr viel Neues entwickeln mussten, steckt der Teufel im Detail. Bastelarbeiten, Kostüme oder Tänze müssen neu gestaltet oder angepasst werden. „Das eine oder andere ist noch in Dichtung“, sagt Vollekier. Alleine oder in Kleingruppen eignen sich die Schnattergänse ihre Programmpunkte an. Immer montags treffen sie sich zudem in großer Runde.

Dann geht es auf die Bühne, um ein Gefühl für das Stück und den Raum zu entwickeln. Auf der Bühne in der Begegnungsstätte studieren die Schnattergänse ihre Tänze ein. Sie strahlen. Der Karneval zieht die Frauen in ihren Bann – ganz egal zu welcher Jahreszeit.

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