Klavier, Posaune oder Harfe: Mehr als 230 Kinder und Jugendliche beteiligen sich in der Region an „Jugend musiziert“.

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Schweres Gepäck auf dem Rücken: Zwei Kontrabassisten auf dem Weg zum Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Schweres Gepäck auf dem Rücken: Zwei Kontrabassisten auf dem Weg zum Wettbewerb „Jugend musiziert“.

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Schweres Gepäck auf dem Rücken: Zwei Kontrabassisten auf dem Weg zum Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Mönchengladbach/Kreis Viersen. Seit einem halben Jahr schon bereitet sich die 15-jährige Leonie Müller mit drei anderen jungen Musikern auf den Wettbewerb vor. Zusammen bilden sie ein Klavier-Quartett. „Jeden Samstag proben wir ein- bis eineinhalb Stunden“, sagt sie.

Für 235 Kinder und Jugendliche in der Region Mönchengladbach und Kreis Viersen wird es spannend: Bald endet ihre intensive Probezeit, in der sie mit unterschiedlichsten Instrumenten ein Programm einstudiert haben. Denn am 1. und 2. Februar präsentieren die jungen Musiker sich und ihre selbst ausgewählten Stücke der Jury von „Jugend musiziert“.

Austragungsort ist das Haus Erholung in Gladbach

Zum 51. Mal findet in diesem Jahr der Musikwettbewerb statt. „Impulse für ein ganzes Leben setzen“ – das sei die Grundidee des Wettbewerbs, sagt der Mönchengladbacher Musikschulleiter Christian Malescov. Und auch der Leiter der Musikschule Kreis Viersen, Ralf Holtschneider, betont: „Es geht nicht nur um das Vorspielen an sich. Besonders wichtig ist das Zusammenkommen, sich an anderen orientieren zu können, sich auszutauschen“.

Die Musikschule Mönchengladbach und die Kreismusikschule Viersen richten den Regionalwettbewerb aus. Im Gladbacher „Haus Erholung“ werden an den beiden Tagen 24 Fachjuroren die Wertungen vornehmen. Solistische Darbietungen sind dieses Jahr in den Kategorien Klavier, Harfe, Gesang, Drum-Set (Pop) und Gitarre (Pop) zu hören.

Im Ensemble stellen sich unter anderem Streicher, Bläser und Akkordeonisten den Bewertungen der Jury. Aber auch die Kategorie „Neue Musik“ ist dieses Jahr wieder in den Ensemble-Wertungen zu finden.

Damit der Wettbewerb an den Tagen des ersten Februar-Wochenendes reibungslos abläuft, sind 40 Mitarbeiter beschäftigt. „Es ist eine logistische Herausforderung“, sagt Malescov. Die Teilnehmer müssen schließlich beurteilt, Ergebnislisten erstellt und die Richtigkeit dieser überprüft werden.

Außerdem werden in diesem Jahr wieder rund 1000 Besucher erwartet. An beiden Tagen sind die Türen für alle Interessierten geöffnet, und so kann sich jeder selbst einen Eindruck über die musikalischen Nachwuchstalente der Umgebung verschaffen.

Dass auch das Engagement der Eltern sehr wichtig sein kann, wird an dem Instrument eines jungen Mädchens deutlich: Ella Thomas (9) aus Kempen spielt seit fast zwei Jahren Harfe – und ist auf Hilfe beim Transport des Instruments angewiesen.

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