Die Geschäftsleute sind wegen der Arbeiten auf der Niedieckstraße in Sorge. Auch Anwohner beschweren sich.

Besorgte Anwohner und Geschäftsleute kamen zu einem Ortstermin anlässlich des Ausbaus der Niedieckstraße.
Besorgte Anwohner und Geschäftsleute kamen zu einem Ortstermin anlässlich des Ausbaus der Niedieckstraße.

Besorgte Anwohner und Geschäftsleute kamen zu einem Ortstermin anlässlich des Ausbaus der Niedieckstraße.

Busch

Besorgte Anwohner und Geschäftsleute kamen zu einem Ortstermin anlässlich des Ausbaus der Niedieckstraße.

Lobberich. Sorgenvoll und zum Teil sehr verärgert äußerten sich Geschäftsleute und Anwohner wegen der Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten auf der Niedieckstraße bei einem Baustellentermin, den die Lobbericher CDU anberaumt hatte. Dankbar nahmen alle die Einladung der Gebrüder Cleven in die alte Longlife-Halle an.

Christian Böker (Kreisverwaltung) und Klaus Ossmann (Nettetaler Ordnungsamt) stellten sich den Fragen. „Wir kommen nicht mehr in unsere Einfahrten“, klagten Anwohner. Das wollten sie so nicht länger hinnehmen.

Antwort der Kreisverwaltung sorgt für Unmut

„Wir wollen die Belastungen für Sie so gering wie möglich halten“, versicherte Christian Böker. „Jeder der vier Bauabschnitte wird komplett fertiggestellt, ehe die Arbeiten im nächsten Bauabschnitt beginnen“, sagte er.

Die Arbeiten aber „hängen“ um sechs Wochen hinter dem Zeitplan. Das sei nicht hinzunehmen, sagte Uhrmacher Klaus Scheffler und forderte unter Applaus: „Dann muss eben mal einige Stunden mehr und auch am Samstag gearbeitet werden“. Böker berichtete, die ausführende Firma setze schon eine weitere Kolonne ein, um den Verlust aufzuholen.

Geschäftsleute berichteten von ernsten Verdienstausfällen. „Muss ich bald meine Malerwerkstatt schließen?“, fragte Karl-Heinz Deckers entrüstet. Er fürchtet den vierten Abschnitt vor seinem Geschäft. „Täglich werde ich von größeren Händlern beliefert, wie stellen Sie sich das vor?“

Tamara Schmidt von Blumen „Blütenstaub“ sieht ihre Existenz bedroht. „Bekomme ich für den Ausfall von irgendjemandem Geld?“, fragte sie. Böker ließ sich darauf nicht ein. „Sie alle profitieren doch von den Sanierungsmaßnahmen“, sagte er und zog damit den Unmut der Bürger auf sich.

„Soll ich den Leuten sagen, sie könnten jetzt ein Auto kaufen, aber ausliefern können wir es erst in zehn Monaten“, rief Wulf Franke vom Autohaus Franke. „Mit meinen Ausführungen, die weder kunden- noch anliegerfreundlich sind, müssen Sie sich abfinden“, sagte Christian Böker zum Ende des Baustellentermins. „Mit Verlaub gesagt, das ist unverschämt“, kommentierte Harald Cleven.

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