Trotz einiger Einsätze sprechen Polizei und Feuerwehr von einer ruhigen Silvesternacht im Kreis Viersen.

70 Feuerwehrleute waren Silvester bei einem Brand in dieser Lagerhalle am alten Grenzübergang Schwanenhaus in Nettetal im Einsatz.
70 Feuerwehrleute waren Silvester bei einem Brand in dieser Lagerhalle am alten Grenzübergang Schwanenhaus in Nettetal im Einsatz.

70 Feuerwehrleute waren Silvester bei einem Brand in dieser Lagerhalle am alten Grenzübergang Schwanenhaus in Nettetal im Einsatz.

Feuerwehr Nettetal

70 Feuerwehrleute waren Silvester bei einem Brand in dieser Lagerhalle am alten Grenzübergang Schwanenhaus in Nettetal im Einsatz.

Kreis Viersen. Polizei und Feuerwehr im Kreis Viersen sprechen von einer vergleichsweise ruhigen Silvesternacht. Dennoch endete das Jahr 2013 wie es gekommen war: mit Einsätzen der Feuerwehren. Am Silvesterabend traf es zunächst die Nettetaler Feuerwehr, die um 17.05 Uhr mit den Löschzügen Leuth, Kaldenkirchen und Breyell zu einem Brand einer Lagerhalle ausrücken musste.

Auch Feuerwehrkräfte aus Venlo rückten an

Auch in Venlo hatte jemand aus Richtung Grenze eine dichte schwarze Rauchwolke gesehen und die dortige Wehr alarmiert. Die begab sich mit einem Fahrzeug auf Erkundung und fuhr über die niederländische A 74 in Richtung Deutschland. Am früheren Grenzübergang Schwanenhaus trafen die niederländischen Wehrleute auf ihre deutschen Kollegen und auf den Brand.

Man ging dann gemeinsam gegen die Flammen an der 220 Quadratmeter großen Lagerhalle vor. Auf einer Laderampe im Außenbereich lagerten Möbel, die beim Eintreffen der Feuerwehren in hellen Flammen standen. Mit drei C-Rohren bekämpften die Wehrleute das Feuer. Sie mussten schließlich alle verbrannten Möbel von der Rampe wegziehen, denn dahinter befand sich eine Wand aus Glasbausteinen, von denen einige gesprungen waren.

Dadurch hätte das Feuer ins Innere des Gebäudes eindringen können. Innen stellten die Brandbekämpfer aber fest, dass das nicht geschehen war. Insgesamt dauerte der Einsatz für die 70 Wehrleute rund zwei Stunden.

Brennende Hecke unterbricht Silvesterparty der Feuerwehr

Und es war noch nicht der letzte im alten Jahr im Kreis Viersen. Gegen 21.25 Uhr wurde die Elmpter Feuerwehr alarmiert. Die befand sich in großer Mannstärke bereits am Feuerwehrgerätehaus, denn dort findet traditionell eine große Silvesterparty für die Bevölkerung statt.

Die Besucher mussten dann für einige Zeit auf einen Großteil des Kellner-Teams verzichten, da am Weyenhof eine knapp drei Meter hohe Thuja-Hecke brannte. Anwohner hatten Kinder weglaufen sehen und versucht, mit einem Feuerlöscher die Flammen zu bekämpfen. Aber das misslang, die Feuerwehr musste kommen und sogar Teile der Sträucher entfernen, weil sich Glutnester hartnäckig im Geäst hielten.

Um 0.10 Uhr wurde der Löschzug St. Tönis der Freiwilligen Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen. Doch der gemeldete Zimmerbrand durch einen verirrten Feuerwerkskörper entpuppte sich als brennender Baum. Den hatten die Wehrleute schnell gelöscht.

Reste von Feuerwerkskörpern in Mülltonne lösen Garagenbrand aus

Gegen 2 Uhr hatten Hausbewohner in Grefrath richtig Glück, dass die Polizei in solchen Nächten verstärkt Streife fährt. Die Besatzung eines Streifenwagens sah Rauch aus einer Garage an der Lobbericher Straße quellen. Sie alarmierte die Feuerwehr und die Hausbewohner, die bei ihrer Feier den Brandgeruch noch nicht bemerkt hatten, so aber unbeschadet das Haus verlassen konnten.

Der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Die Garage brannte aber völlig aus, auch der darin geparkte BMW erlitt einen Totalschaden. Die ersten Ermittlungen der Polizei führten dazu, dass der Brand von einer Mülltonne ausgegangen sein soll, in der sich auch Reste von Feuerwerkskörpern befanden.

Betrunken und ohne Führerschein Unfall gebaut

Das Auto besser stehen gelassen hätte ein 33-Jähriger Amerner. Nachdem er um 5.18 Uhr am Ende einer Linkskurve mit seinem Ford Focus geradeaus gefahren war und so das Schaufenster und das Mauerwerk eines Fahrradgeschäfts an der Hauptstraße arg in Mitleidenschaft gezogen hatte, stellten die Beamten Alkoholgeruch fest und ordneten eine Blutprobe an. Außerdem verfügte der Mann nach ersten Erkenntnissen nicht über einen Führerschein. Der 33-Jährige blieb unverletzt, kam mit dem Schrecken davon.

Ebenfalls einen gehörigen Schrecken bekam ein Mann in Viersen-Boisheim, als er am Neujahrsmorgen gegen 10 Uhr die Autotür öffnete. Ein verängstigter Dalmatiner schoss heran, sprang in den Fußraum und war durch nichts dazu zu bewegen, sein sicheres Versteck zu verlassen. Ein Einsatz der Polizei wurde aber nicht erforderlich.

Der Mann meldete sich später, er habe alles regeln können. Deshalb ist auch nicht bekannt, ob der Hund wohlbehalten nach Hause kam oder zunächst im Tierheim landete.

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