Fußgruppen, Musikkapellen und fast hundert Wagen machten den Tulpensonntagszug durch Kaldenkirchen zu einem echten Erlebnis.

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Orientalisch gab sich die Spielschar der Kolpingsfamilie.

Orientalisch gab sich die Spielschar der Kolpingsfamilie.

Die Realschüler sind immer noch im Weltmeister-Fieber. Fotos (7): Franz-Heinrich Busch

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Orientalisch gab sich die Spielschar der Kolpingsfamilie.

Kokerke. Fußgruppen, Wagen, Musikkapellen – sie alle werden von den Jecken in den Straßen mit Helau-Rufen begrüßt. Durch die Lüfte fliegen Kamelle, Gemüse oder kleines Spielzeug. Frei nach dem Karnevalsmotto: „Nettetal feiert in aller Pracht, wie in tausend und einer Nacht“. Zwerge fallen sich in die Arme, Schneewittchen strahlen über ihre Gesichter, während aus allen Richtungen laute Karnevalsmusik dröhnt und schweren Traktoren Wagen im Schritttempo ziehen.

Die Zugleitung ist bester Laune und animiert die Narren am Straßenrand, sich auf mehr als 90 Wagen und Fußgruppen zu freuen. Der Renner sind Frühlingszwiebeln und der Hit „Atemlos“, der gefühlt aus jeder zweiten Box eines Wagens schallt. Die Jecken singen mit und füllen sich ihre Taschen mit Kamelle. Viele der Zugteilnehmer sind dem märchenhaften Karnevalsmotto gefolgt und haben sich als Prinzen und Prinzessinen, Aladin und Wunderlampen oder gestiefelte Kater verkleidet.

Die Prunkwagen der Vereine funkelten in Gold und Silber

Viele haben sich jedoch auch ein eigenes Motto gesucht: Turtles in bunten Masken, Realschüler feiern den vierten Stern der Nationalmannschaft. Zwei weiß-lila-farbene Kühe haben den Anschluss verloren. Sie haken sich bei den Mey Meckis ein und tanzen mit ihnen über die Straße. Überhaupt „fegen“ die Jecken über das Pflaster, schunkeln, singen und amüsieren sich bei Traumwetter.

Die Prunkwagen der Karnevalsvereine funkeln in Gold und Silber. Jeder Verein hat sich etwas besonderes überlegt: Während beim Karnevalskomitee Lobberich weiße Tiger in die Menge zu springen versuchen, wird die Tanzgarde blau-weiß von zwei weißen Pferden aus Pappmaché angeführt.

Nach drei Stunden „Helau“ nähert sich langsam das Ende des Tulpensonntagszuges in Kaldenkirchen. Das Prinzenpaar Hans-Gerd I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Susanne I. fahren selbstverständlich auf dem letzten Wagen mit.

„Nettetal feiert in aller Pracht, wie in tausend und einer Nacht.“

Karnevalsmotto

Prinzessin Susanne singt zur Musik und wirft reichlich Kamelle in die Menge. Ihr Prinz beglückt die andere Straßenseite mit Süßigkeiten. Das Prinzenpaar ist schon vorbeigefahren, und während die Jecken in alle Richtungen ziehen, in die Kneipen oder nach Hause gehen, stehen die Müllmänner in den Startlöchern. Jetzt beginnt das große Aufräumen.

Die Feuerwehr und die Polizei haben Straßen, an denen der Zug entlanggeht, aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Die Feuerwehr berichtet, dass es keinen Einsatz gegeben habe. Alle Traktoren wurden durch „Wagenengel“ am Straßenrand gesichert. Sie achteten darauf, dass ein sicherer Abstand eingehalten wird. In diesem Jahr gingen 92 Karnevalstruppen beim Kaldenkirchener Tulpensonntagszug mit.

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