Die GWG Kreis Viersen hat Bilanz für das Geschäftsjahr 2014 gezogen. Der Vorstand ist mit dem Ergebnis zufrieden.

An der Straße „Kauertzacker“ in Kempen hat die GWG im Vorjahr einen Neubau mit acht Wohnungen fertiggestellt.
An der Straße „Kauertzacker“ in Kempen hat die GWG im Vorjahr einen Neubau mit acht Wohnungen fertiggestellt.

An der Straße „Kauertzacker“ in Kempen hat die GWG im Vorjahr einen Neubau mit acht Wohnungen fertiggestellt.

Kurt Lübke

An der Straße „Kauertzacker“ in Kempen hat die GWG im Vorjahr einen Neubau mit acht Wohnungen fertiggestellt.

Kreis Viersen. In Kürze gibt es etwas zu feiern bei der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen (GWG): Am 8. Juni ist Grundsteinlegung für ein Neubauprojekt in St. Hubert. Nach dem Abriss der „leerstehenden Schrott-Immobilie“ Haus Reepen, so GWG-Vorstand Dieter Thelen, beginnen die Arbeiten für einen Neubau mit acht seniorengerechten Wohnungen. Das Haus wird einen Aufzug bekommen und darüber auch einen Flügel des benachbarten Dr.-Karl-Rudolph-Haus versorgen. „Umgekehrt können unsere Bewohner den Garten dieses Heims benutzen“, berichtete Thelen.

Leerstandsquote liegt bei nur drei Prozent

Fertiggestellt wurde auch der zweite Bauabschnitt des Wohnparks Wiesenstraße am Kauertzacker in Kempen. Acht weitere Wohnungen sind hier entstanden, nachdem 2013 bereits 22 errichtet worden waren. Projekte wie diese sorgen dafür, dass der Wohnungsbestand der GWG im Bilanzjahr 2014 fast unverändert bei etwas mehr als 4500 lag.

„Wir sind mal wieder größer geworden“, sagte Dieter Thelen mit Blick auf die Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres. Denn die Bilanzsumme stieg von 157,5 auf 159,5 Millionen Euro. Der Überschuss in Höhe von 1,46 Millionen blieb fast gleich, die Eigenkapitalquote konnte trotz umfangreicher Investitionen von 24,1 auf 24,4 Prozent gesteigert werden.

„Relativ erfreulich“ nannte Thelen die geringe Leerstandquote von 3,06 Prozent. Was aber auch zur Folge hat, dass Anfragen nach Wohnraum für Flüchtlinge nicht sehr oft positiv beantwortet werden können. Drei verschiedene Modelle dazu bereite man vor, so unter anderem in Brüggen und Süchteln.

Als ihre wichtigste Aufgabe sehe es die GWG, bezahlbaren und attraktiven Wohnraum für alle Altersgruppen zur Verfügung zu stellen. Laut Landrat Peter Ottmann liege hier eine gesellschaftliche Verantwortung.

4,2 Millionen Euro wurden in Modernisierungsmaßnahmen gesteckt. Heizungen und Bäder wurden erneuert, viele Wohnungen (vor allem im Erdgeschoss) seniorengerecht gemacht. Völlig barrierefrei sei der Altbestand nicht zu bekommen, so Thelen. So wurde im Kempener Hagelkreuzviertel an ein Mehrfamilienhaus ein Aufzug gebaut, fünf Stufen müssen aber immer noch bewältigt werden.

Beim Blick in die Zukunft sieht man bei der GWG weiter Ertragspotenziale. Denn anders als lange Zeit angenommen, werde die Einwohnerzahl des Kreises Viersen in den kommenden 15 Jahren nicht sinken, so der GWG-Vorstand. Aktuell entstehen in Willich-Wekeln für Familien fünf moderne Reiheneigenheime. Thelen befürchtet, dass Neubauten in Zukunft durch immer neue energetische Auflagen immer schwieriger zu finanzieren sein werden – zumindest dann, wenn die Zinsen wieder steigen.

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