Die Betreiber rechnen im Jahr mit bis zu 6000 Tonnen Tomaten.

neubau
Noch wühlen an dieser Stelle Bagger in der Erde. Schon bald entsteht hier der größte Gewächshauspark der Region.

Noch wühlen an dieser Stelle Bagger in der Erde. Schon bald entsteht hier der größte Gewächshauspark der Region.

Noch wühlen an dieser Stelle Bagger in der Erde. Schon bald entsteht hier der größte Gewächshauspark der Region.

Niederrhein. In der Nachbarschaft des Kraftwerks Neurath in Grevenbroich entsteht der größte Gewächshauspark in NRW. Hier sollen künftig in großem Stil Tomaten angebaut werden. Der Kraftwerksbetreiber RWE Power stellt das dazu notwendige Grundstück bereit und liefert zudem preiswerte Wärme aus dem Kraftwerk. „Hier können wir Technologien für die Nutzung von Abwärme unserer Kraftwerke weiterentwickeln“, sagt Kraftwerksleiter Eberhard Uhlig. Den nötigen Umbau des Fernwärmenetzes lässt sich das RWE über eine Million Euro kosten.

„Im Frühjahr sollen die ersten Pflanzen gesetzt werden, um im Sommer täglich ernten zu können.“

Dirk Drißen, Gärtner aus Nettetal

Vier Gärtner, die bereits im Raum Straelen in eigenen Anlagen erfolgreich Tomaten züchteten, haben sich als Projektpartner für dieses Vorhaben zusammengeschlossen. Mit Unterstützung der Erzeugerorganisation Landgard, die das Gemüse vermarktet, wurden die Pläne weiterentwickelt.

Anlagen dieser Art sind in Deutschland noch selten

Mindestens 20 Hektar Glasgewächshäuser soll der Park nach Fertigstellung aller Bauabschnitte aufweisen. Bisher sind Gewächshausparks dieser Größenordnung in Deutschland noch selten. „Eine zukunftsfähige Gemüseproduktion benötigt schlagkräftige Betriebe.

Der Zusammenschluss von vier erfahrenen Gärtnern, die Unterstützung von Landgard und vom Kraftwerk Neurath sichern den Erfolg des Projekts und schaffen schon im ersten Bauabschnitt über 20 Arbeitsplätze auf allen Qualifizierungsstufen des Unternehmens“, so Carsten Knodt, Tomatengärtner aus Tönisvorst, und einer der vier Neurather Unternehmer.

Dirk Drißen, Gärtner aus Nettetal und künftiger Betriebsleiter: „Im Frühjahr sollen die ersten Pflanzen gesetzt werden, damit wir im Sommer täglich ernten können. Wir erwarten einen Ertrag von 5500 bis 6000 Tonnen Tomaten pro Jahr.“ Zunächst soll die Sorte „Lyterno“ angebaut werden, sagt Heike Bellinghausen vom Straelener Unternehmen Landgard. Die Sorte sei knackig und aromatisch.

Der Markt für Tomaten sei in Deutschland gewachsen, so Heike Bellinghausen, und die Verbraucher erwarteten heimische Produkte.

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