Noch ist nicht klar, wer mit dem Motorrad unterwegs war und warum es gebrannt hat. Die Ermittlungen laufen.

Am Neujahrsabend mussten die Feuerwehrleute ein brennendes Motorrad auf der A52 löschen.
Am Neujahrsabend mussten die Feuerwehrleute ein brennendes Motorrad auf der A52 löschen.

Am Neujahrsabend mussten die Feuerwehrleute ein brennendes Motorrad auf der A52 löschen.

Heike Ahlen

Am Neujahrsabend mussten die Feuerwehrleute ein brennendes Motorrad auf der A52 löschen.

Niederkrüchten. Die Meldung war zunächst nicht ungewöhnlich: „Brennender Pkw, A52, zwischen Elmpt und Roermond“. Um 18.03 Uhr am Neujahrsabend wurden die Löschzüge in Elmpt und Oberkrüchten alarmiert. Was sie dann vorfanden, war kein Pkw, sondern ein Motorrad. Eine Honda, die in hellen Flammen stand, ordentlich aufgebockt auf dem Seitenstreifen der Autobahn.

Das Feuer war schnell gelöscht, aber damit war das Rätsel nicht gelöst. Denn von einem Fahrer oder einer Fahrerin fehlte weit und breit jede Spur. Was war passiert? War der Fahrer mit schlechtem Gewissen davon gelaufen? War die Maschine gestohlen? Hatte er getrunken? Gab es ein zweites Fahrzeug, das den Fahrer mitgenommen hatte? Oder war er in den angrenzenden Wald gelaufen? Hatte er sich verletzt? Lag er vielleicht ganz in der Nähe?

Den Beamten der Autobahnpolizei, die die Einsatzstelle von der Feuerwehr übernahmen, waren das zu viele Fragezeichen.

Nach Rücksprache mit der Autobahnpolizei-Leitstelle entschieden sie: Es muss gesucht werden. Über das Kennzeichen war die Halterin der Maschine leicht zu ermitteln – eine Frau aus Schwalmtal.

Schlüssel war für mehrere Personen zugänglich

Beamte fuhren zu der Adresse, um zu erfahren, ob das Motorrad vielleicht gestohlen wurde – oder wer damit unterwegs war. Derweil suchten die Feuerwehrleute schon im angrenzenden Wald, setzen ihre Wärmebildkamera ein. Die kann viel leisten. Ein Wildschwein erkennt man auch in 300 Metern Entfernung noch sehr gut. Bis zu mehreren Kilometern kann die Kamera zudem Wärmepunkte ausmachen, auch wenn dann nicht klar zu erkennen ist, um was es sich handelt. Aber außer den Wildschweinen war nichts im Wald.

Die Leitstelle auf niederländischer Seite hatte allerdings einen Notruf empfangen: Auf der A52, noch auf deutschem Gebiet, werde ein Rettungswagen benötigt. War also doch jemand verletzt? Bei der Halterin stellte sich heraus, dass der Schlüssel für die Maschine für einen größeren Personenkreis frei zugänglich war. Und nicht alle diese Personen waren da. Also sollte eine größere Suche beginnen.

Die Polizei bat die Feuerwehr um Amtshilfe, auch der Löschzug Niederkrüchten wurde hinzugezogen. Insgesamt 61 Wehrleute wurden am Sammelpunkt am Zollamt mit Karten ausgerüstet und sollten die Waldwege abfahren. Auch der Polizeihubschrauber war bestellt. Er konnte aber nicht sofort kommen, weil er noch in Grevenbroich eine vermisste Person suchte.

Gegen 21 Uhr tauchte der vermeintliche Fahrer auf

Parallel lief die Alarmierung von Suchhundetrupps. Die allerdings mussten nicht mehr anrücken, denn um kurz nach 21 Uhr erhielten die Polizeibeamten die Nachricht, dass bei der Halterin ein Mann aufgetaucht sei, der mit dem Motorrad unterwegs gewesen sein soll. Die Suche wurde daraufhin abgeblasen.

Ob der Verdächtige tatsächlich mit dem Motorrad unterwegs war, warum es in Brand geriet und wie er nach Schwalmtal zurückkam, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer