Im Büro von Andreas Coenen wird eine neue Stelle mit der Bezeichnung „Kommunikation/Neue Medien“ geschaffen.

Innerhalb des Kreishauses hat es einige personelle Veränderungen gegeben.
Innerhalb des Kreishauses hat es einige personelle Veränderungen gegeben.

Innerhalb des Kreishauses hat es einige personelle Veränderungen gegeben.

Horst Siemes

Innerhalb des Kreishauses hat es einige personelle Veränderungen gegeben.

Kreis Viersen. Seit mehr als zwei Monaten Landrat Andreas Coenen (CDU) im Amt. In dieser zeit hat er bereits einige personelle Veränderungen im Kreishaus vorgenommen. Betroffen davon ist unter anderem die Pressestelle. Diese hat ihre Eigenständigkeit verloren und ist nun dem Hauptamtsleiter Karl Schippers untergeordnet.

Im Gespräch mit der WZ bestätigte Andreas Coenen entsprechende Umstrukturierungen. Auf Einzelheiten zu den Hintergründen ging der Landrat nicht ein. Wohl auch, weil es nach Informationen der WZ noch eine arbeitsrechtliche Auseinsandersetzung um die Position des Pressesprechers gibt.

Bestätigen konnte Coenen, dass innerhalb des Büros des Landrats eine neue Stelle mit der Bezeichnung „Kommunikation/Neue Medien“ geschaffen wird. Nach eigenen Angaben hat Coenen dafür eine Planstelle zur Verfügung, da er auf den „klassischen, persönlichen Referenten“ verzichte. „Wir wollen unsere Präsenz in den Neuen Medien hochfahren“, so Coenen. Die Pressestelle soll aber davon unabhängig weiter ihre bisherige Arbeit machen.

Christian Pakusch gilt als Kandidat für die neue Stelle

Wer die neue Stelle im Landratsbüro bekommt, ließ Coenen auf WZ-Anfrage offen. Der Redaktion liegen aber Informationen vor, dass Christian Pakusch (CDU) dafür vorgesehen ist. Der Willicher ist derzeit Leiter des Abgeordnetenbüros von Uwe Schummer in Viersen. Zudem hat Pakusch im Sommer für Coenen den Landratswahlkampf gemanagt.

Beim Zuschnitt der Dezernate hat sich Coenen dazu entschlossen, weiterhin für den Bereich Personal und Organisation verantwortlich zu sein. Das war er schon als Kreisdirektor. „Ich finde es gut, wenn der Personalbereich beim Chef ist“, sagt der Landrat. Von der Kultur habe er sich „schweren Herzens“ getrennt. Diese wisse er aber beim neuen Kreisdirektor Ingo Schabrich in guten Händen.

Die freigewordene Dezernentenstelle von Schabrich (Soziales und Arbeit) will Coenen schnell wieder besetzen. Im Kreistag am 14. Januar soll über die Ausschreibung gesprochen werden. Ziel ist, in der März-Sitzung einen neuen Dezernenten zu präsentieren. „Wenn wir das hinkriegen, wäre das schön“, so Coenen.

Bei der Neubesetzung dürfte ein Kandidat aus den Reihen der SPD gute Karten haben. Bislang gibt es nur CDU- und FDP-Dezernenten. Weil Coenen bei den Entscheidungen einen möglichst breiten Konsens herstellen will, dürfte ein SPD-Parteibuch dem neuen Dezernenten nicht schaden.

In der Zusammenarbeit mit dem Kreistag hat sich Andreas Coenen dazu entschlossen, einen Ältestenrat mit Vertretern aller Fraktionen ins Leben zu rufen. „Es ist wichtig und hilfreich, Entscheidungen vertrauensvoll und vertraulich vorzubereiten“, so Coenen. Die Fraktionen hätten diese Entscheidung begrüßt. Bislang gab es auf Kreisebene nur die informelle „G 8-Runde“ mit jeweils zwei Vertretern von CDU, SPD, FDP und Grünen – ohne den Landrat.

Vorgenommen hat sich Coenen für die nächsten Monate, die interkommunale Zusammenarbeit auszuweiten. Dazu seien „einige Projekte in der Pipeline“. In dem Zusammenhang erinnerte Coenen an die Übernahme der Bauaufsicht der Stadt Tönisvorst durch den Kreis zum 1. Januar. „Vielleicht ist ähnliches in anderen Städten und Gemeinden möglich.“

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