Anwohner sprechen schon vor Baubeginn von vollen Straßen.

Anwohner sprechen schon vor Baubeginn von vollen Straßen.
Das Baugebiet liegt nahe der Innenstadt. Grafik: Stadt Viersen

Das Baugebiet liegt nahe der Innenstadt. Grafik: Stadt Viersen

Das Baugebiet liegt nahe der Innenstadt. Grafik: Stadt Viersen

Viersen. Zwischen dem Baugebiet Burgfeld und der Viersener Innenstadt liegen wenige Minuten Fußweg. Entfernung zum Bahnhof: rund 500 Meter. Angrenzend gibt es Radwege, Bushaltestellen und einen Supermarkt. „Das ist eine gute Baufläche, verkehrlich bestens erschlossen“, sagt Hans-Rainer Runge, Verkehrsplaner aus Düsseldorf. Aber diese „Lagegunst“ erzeuge auch Probleme: Die Verkehrsbelastung in anliegenden Gebieten steige.

Anwohner beklagen schon jetzt, das Gebiet sei stark befahren. Sie sind besorgt, dass sich vor ihren Häusern der Verkehr noch mehr staut, wenn das Burgfeld bebaut wird. Das machten sie jetzt in einer Informationsveranstaltung für Bürger deutlich, zu der die Stadtverwaltung ins Casino Robend eingeladen hatte.

Für den Ausbau von bestehenden Straßen fehlt es an Fläche

Zwischen Alter Bruchstraße, Gerber- und Kanalstraße soll das Viertel Burgfeld entstehen. Kristina Ohrem, Fachbereichsleiterin im Planungsamt, stellte den rund 110 Zuhörern das bisher erarbeitete städtebauliche Konzept vor.

Stadtvillen, Bungalows, freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhäuser sind demnach für das Burgfeld vorgesehen – insgesamt 180 bis 200 Wohneinheiten. Um die Verkehrslage rund um das Baugebiet zu bewerten, hatte die Stadt Hans-Rainer Runges Planungsbüro beauftragt. Seine Ergebnisse stellte Runge im Casino Robend vor. Er riet dazu, an drei Stellen das Burgfeld ans bestehende Straßennetz anzubinden: an der Gerberstraße, der Kanalstraße im Bereich Hülsdonk und der Alten Bruchstraße. Eine ursprünglich von der Stadt eingeplante zweite Einmündung zur Kanalstraße in der Nähe des Real-Supermarktes sei nicht sinnvoll. Dort müsste erst ein Haus abgerissen werden, um Platz zu schaffen. Bei der Variante mit drei Einmündungen würden die umliegenden Straßen um jeweils fünf Prozent mehr belastet, machte Runge deutlich. „Wir haben durchaus Probleme auf diesen Straßen, was Breite und Belastung betrifft“, sagte er. In der sechs Meter breiten S-Kurve der Kanalstraße etwa würden zwei Lastwagen kaum aneinander vorbei fahren können. Sein Vorschlag: In diesem Bereich müsse die Straße um zwei Meter ausgeweitet werden.

Rückstaus am Knotenpunkt Gerber-/Freiheitsstraße, Wartezeiten am Kreisverkehr Antwerpener Platz – „das wird sich verschärfen“, prognostizierte Runge. Anwohner fragten ihn, warum denn nicht die Straßen Hormesfeld und An den schwarzen Pfählen ausgebaut würden, um für Entlastung zu sorgen. „Das können wir aus gutachterlicher Sicht nicht befürworten“, antwortete Runge. Für einen Ausbau fehle die Fläche.

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