Telekom und Stadt treiben schnelles Internet voran. Der Vorwahlbereich 02153 wird 2014 bedient. Kaldenkirchen und Leuth bleibt dieser Vorteil vorerst verwährt.

Bürgermeister Christian Wagner (l.) und Uwe Abels von der Deutschen Telekom unterzeichnen die Absichtserklärung zum Breitband-Ausbau.
Bürgermeister Christian Wagner (l.) und Uwe Abels von der Deutschen Telekom unterzeichnen die Absichtserklärung zum Breitband-Ausbau.

Bürgermeister Christian Wagner (l.) und Uwe Abels von der Deutschen Telekom unterzeichnen die Absichtserklärung zum Breitband-Ausbau.

Kurt Lübke

Bürgermeister Christian Wagner (l.) und Uwe Abels von der Deutschen Telekom unterzeichnen die Absichtserklärung zum Breitband-Ausbau.

Nettetal. Glasfaserkabel sind neun mal dünner als ein menschliches Haar, dafür aber umso leistungsstärker: Sie sorgen für Hochgeschwindigkeit bei der Datenübertragung.

Davon profitieren die Nettetaler Bürger in Zukunft mehr als bislang – die Breitbandoffensive „Integrierte Netz-Strategie“ der Deutschen Telekom macht’s möglich. Am Mittwoch wurde im Rathaus eine entsprechende Absichtserklärung zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur unterschrieben.

13 225 Haushalte können das schnelle Netz ab Ende 2014 nutzen

„13 225 Haushalte im Vorwahlbereich 02153 können ab Ende 2014 schnelleres Internet mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde nutzen“, sagt Uwe Abels, kommunaler Ansprechpartner der Telekom. Er und Bürgermeister Christian Wagner unterzeichneten eine Absichtserklärung.

Der Ausbau ist laut Wagner „ein technischer Quantensprung“ für Nettetal. Besonders freute sich Wagner über „das Projekt ohne Infrastrukturbeitrag“. Denn das heißt konkret, dass auf die Stadt Nettetal keine Kosten zukommen. Bundesweit will die Telekom bis Ende 2015 zwölf Milliarden Euro in die Breitband-Offensive investieren.

Ausbaubeginn im Frühjahr 2014, Fertigstellung fünf Monate später

Konkrete Zahlen für den Ausbau in Nettetal nannte Abels nicht. Die Kosten liegen schätzungsweise „im sechsstelligen Bereich“. Fest steht: Ausbaubeginn wird im Frühjahr 2014 sein. Die Bauzeit beträgt drei bis fünf Monate. In 99 Verteilerkästen werden Kupfer- und Glasfaserkabel verbunden, 69 dieser Kästen werden gegen Größere ausgetauscht.

Die Telekom baut ihr Breitbandnetz für Kommunen mit 10 000 bis 100 000 Einwohnern aus. Bis 2016 will sie 80 Prozent der Haushalte mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde versorgen. Der VDSL-Ausbau (Very High Speed Digital Subscriber Line) kostet bundesweit zwölf Milliarden Euro.

Die Einteilung in diese Bereiche ist nicht immer deckungsgleich mit dem kommunalen Gebiet. Für Kaldenkirchen und Leuth bedeutet das vorerst kein Breitband-Ausbau.

Für das Breitband-Netz registrieren kann man sich im Internet. Die Homepage hält außerdem weitere Informationen zu diesem Thema bereit.

„Da wir die vorhandenen Gegebenheiten nutzen, sind kaum Tiefbauarbeiten notwendig“, sagt Abels zum Breitband-Ausbau. Alle 13225 Haushalte benachrichtigt die Telekom schriftlich. „Wer die zukünftige Schnelligkeit ausnutzen und dafür einen neuen Vertrag abschließen will, muss aber selber aktiv werden“, erklärt Abels. Die Kosten richten sich nach dem jeweiligen Vertrag.

Leuth und Kaldenkirchen sind außen vor. Wann die Telekom den Vorwahlbereich 02157 ausbaut, steht noch nicht fest. Abels dazu: „Die Strategie zum Ausbau bis 2016 ist bislang nur der Chefetage bekannt und unter Verschluss.“ Christian Wagner äußerte den Wunsch, „diese Lücke schnell zu schließen“.

Breitband-Anschlüsse ermöglichen das rasche Herauf- und Herrunterladen von Daten. Die Telekom deckt dabei die Bereiche Internet, Telefon und hochauflösendes Fernsehen ab. Derzeit gibt es 17 Millionen Breitbandanschlüsse der Telekom.

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