Schulsekretärin und Musiklehrer leiten die Arbeitsgemeinschaft „Real Sambistas“. Die zwölfköpfige Gruppe besteht aus Schülern aller Jahrgänge.

Projekt
Den Samba im Blut haben Kaldenkirchener Realschüler. Sie trommeln in einer Arbeitsgemeinschaft nach südamerikanischem Vorbild.

Den Samba im Blut haben Kaldenkirchener Realschüler. Sie trommeln in einer Arbeitsgemeinschaft nach südamerikanischem Vorbild.

Friedhelm Reimann

Den Samba im Blut haben Kaldenkirchener Realschüler. Sie trommeln in einer Arbeitsgemeinschaft nach südamerikanischem Vorbild.

Kaldenkirchen. Brasilianische Klänge hallen über die Flure der städtischen Realschule in Kaldenkirchen. Dort gibt es eine Musik-Arbeitsgruppe: Die Samba-Trommelgruppe „Real Sambistas“. Diese Formation hat bei ihren Auftritten für einiges Aufsehen gesorgt.

„Mir gingen die mitreißenden südamerikanischen Rhythmen einfach nicht mehr aus dem Kopf.“

Stefan Janßen, Musiklehrer

Ihre Gründung war vor knapp einem Jahr. „Eine mehrtägige Fortbildung in der Musikakademie Heek mit dem Thema ,Samba’ war der Anfang“, sagt Musiklehrer Stefan Janßen. „Später habe ich mich weiter damit beschäftigt. Mir gingen die mitreißenden südamerikanischen Rhythmen einfach nicht mehr aus dem Kopf.“

Den letzten Anstoß gab die Schulsekretärin Ruth Wefers, die den schuleigenen Förderverein zu einer Finanzspritze für den Ankauf einer Grundausstattung brasilianischer Instrumente überreden konnte. Sie leitet zusammen mit Janßen die Arbeitsgemeinschaft.

Die zwölfköpfige Gruppe besteht aus Schülern aller Jahrgänge: Die großen Surdo-Trommeln werden von den Älteren gespielt, aber auch Fünftklässler hauen schon ordentlich drauf. Reizvoll sind dabei nicht nur die „coolen“ Grundrhythmen (Grooves), bei denen man einfach mittanzen muss, sondern auch die verschiedenen Unterbrechungen (Breaks), die das Ganze spannend machen.

Die Formation hatte schon viele öffentliche Auftritte

Nach vorsichtiger Zurückhaltung in den ersten Monaten wollen jetzt immer mehr Schüler mitmachen. Bei verschiedenen Schul- und Stadtfesten war die Gruppe schon zu hören, beim Realschultag in Viersen und bei der „Besten-Ehrung“ der Industrie- und Handelskammer.

Schulleiterin Waltraud Eikelberg: „Die Sambagruppe trägt dazu bei, unser Profil zu schärfen, sie gibt der Realschule ein Gesicht.“ Sie weist darauf hin, dass die Schullandschaft sich sehr gewandelt hat: „Die Schulen sind durchlässiger geworden, arbeiten viel intensiver zusammen.“

Ein neues Konzept sei auch das Klassenmusizieren mit Kindern ohne musikalische Vorkenntnisse, so dass jedes Kind in einer Klasse mehrere Instrumente erlernt. Alle können mitmachen.

Mit einfachsten rhythmischen Übungen auf Sitztrommeln (Cajons) wird das Rhythmusgefühl gestärkt. Spielerisch werden einfach Spieltechniken eingeübt: Keyboards, E-Bass, Gitarren und Schlagzeug. Möglichkeiten zum Mitmachen sind Schulband und Sambagruppe.

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