80 Betriebe gaben am Donnerstag beim Tag der offenen Tür 500 Jugendlichen einen Einblick in die Berufswelt.

Beruf
Reinhard Klumpen, Geschäftsführer von HKS Sicherheitsschuhe, zeigt das Endprodukt seines Betriebes. Zuvor hatten die Schüler alle Arbeitsschritte vom Design bis zum Verkleben ansehen können.

Reinhard Klumpen, Geschäftsführer von HKS Sicherheitsschuhe, zeigt das Endprodukt seines Betriebes. Zuvor hatten die Schüler alle Arbeitsschritte vom Design bis zum Verkleben ansehen können.

Burghardt

Reinhard Klumpen, Geschäftsführer von HKS Sicherheitsschuhe, zeigt das Endprodukt seines Betriebes. Zuvor hatten die Schüler alle Arbeitsschritte vom Design bis zum Verkleben ansehen können.

Nettetal. Roboter, Fließbänder, Computersteuerung – eine reizvolle Welt für Nick: „Ich würde gern Ingenieur für Maschinenbau werden, darum interessiert mich das hier alles“, meinte der 14-jährige Gesamtschüler. Wie rund 20 andere Schüler hatte er sich für einen Besuch bei HKS Sicherheitsschuhe in Breyell entschieden: Die Schuhfabrik gehörte zu den rund 80 Unternehmen, die am Tag der Offenen Tür in Nettetal etwa 500 Schülern der weiterführenden Schulen Einblicke in ihre Arbeitswelt gewährten.

Verschiedenste Arbeitgeber machten mit

Dicht gedrängt standen und staunten die Schüler vor dem Sicherheitsglas, hinter dem Roboterarme Schuhteile packten, die dann mittels Laserstrahlen verschweißt wurden. „Bei uns könnt ihr den gesamten Produktionsprozess sehen, vom Designentwurf über die Herstellung bis zur Verpackung der fertigen Sicherheitsschuhe, übrigens über 1000 Paar pro Tag“, erklärte Geschäftsführer Reinhard Klumpen den jungen Leuten.

Hinter den Kulissen bei HKS, das Kürzel steht für Heinrich Klumpen und Söhne, sahen die Schüler nicht nur Maschinen und Technik, sondern auch etliche der 70 Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz. „Bei der Endkontrolle zum Beispiel ist auch das Augenmaß entscheidend, und das hat kein Roboter“, merkte Klumpen an.

Technik hier, andere Welten dort: Betriebe und Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen ließen die Nettetaler Schüler am Donnerstag reinschnuppern, vom Anwalt bis zum Zahnarzt, von der Apotheke bis zum Vermessungsingenieur, vom Kindergarten bis zu Kosmetikerin Beate Strumpen in Lobberich, die besonders bei Mädchen gefragt war. „Bei mir waren an den Tagen der Offenen Betriebe noch keine Jungen“, erzählte die Inhaberin der Firma KosmEthik.

Im Kosmetikstudio ging es nicht nur ums Schminken

„Mich interessiert, was in so einem Studio alles gemacht wird“, verriet Alissa von der Hauptschule Kaldenkirchen. Mitschülerin Ranga konnte sich „die Arbeit in solch einem Metier“ vorstellen. Dass es nicht allein ums Schminken gehe, stellte Kosmetikerin Strumpen klar. „Es gehört viel Wissen dazu, etwa über Anatomie, Medizin und Hauttypen. Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, auch ein Fachstudium ist sinnvoll.“

Neben der Theorie durften die 15-Jährigen praktisch ran, sich gegenseitig mit Schminke und Lippenstiften mithilfe der Fachfrau verschönern. „Das macht natürlich Spaß“, gab Alissa zu.

Spaß allein freilich stand nicht im Vordergrund, wie Lehrerin Sandra Wagner von der Realschule Kaldenkirchen ausführte. „Im Unterricht werden die Betriebsbesuche vor- und nachbereitet. Und vielleicht bekommen einige Schüler Anregungen für einen Praktikumsplatz.“

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