Ein Verein übernimmt die Sequoiafarm in Nettetal. Künftig können die Baumriesen regelmäßig besichtigt werden.

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Inzwischen schon fast 40 Meter hoch: die Mammutbäume der Sequoiafarm in Nettetal.

Inzwischen schon fast 40 Meter hoch: die Mammutbäume der Sequoiafarm in Nettetal.

Frank Hohnen

Inzwischen schon fast 40 Meter hoch: die Mammutbäume der Sequoiafarm in Nettetal.

Nettetal. Sie sind imposante Riesen: Mammutbäume. Doch wer glaubt, dass es diese gewaltigen Bäume nur in Kalifornien gibt, liegt falsch. Mammutbäume gibt es auch am Niederrhein. Auf dem Gelände der Sequoiafarm in Nettetal gibt es die Baumriesen sowie weitere 300 seltene Gehölzarten zu bewundern.

Die Gründung dieses Arboretums (botanischer Garten) geht zurück auf eine Katastrophe. 1947 wurde der Grenzwald bei Kaldenkirchen Opfer eines verheerenden Brandes. Damals kümmerten sich Dr. Ernst Martin und seine Frau Illa um die Wiederaufforstung. Sie starteten Versuche, Mammutbäume anzupflanzen.

Anfang der 50er Jahre begann man mit der Anzucht des frostempfindlichen Redwood, dem Küstenmammutbaum. Der Versuch, diesen kalifornischen Baum am Niederrhein zu etablieren, stieß in botanischen Kreisen auf großes Interesse.

1970 übernahm das Land NRW das Gelände in Kaldenkirchen

Wie man heute weiß, war der Versuch erfolgreich. Einige der Exemplare erreichen nun nach 60 Jahren eine Höhe von fast 40 Metern.

1970 hatte das Land NRW die Sequoiafarm von Illa Martin gekauft, nachdem ihr Mann drei Jahre zuvor verstorben war. 1987 übernahmen die Stadtwerke Nettetal das 3,5 Hektar große Gelände. Bis zum Jahr 2007 nutzte die Universität Essen die Sequoiafarm zu Forschungszwecken.

Die Farm wird sich auch an den Tagen der offenen Gartenpforte beteiligen

 Die Farm entstand Anfang der 50er Jahre nach einem Brand im Grenzwald. Damals wurden die ersten Mammutbaumsämlinge ausgesät. Ein kleines Wäldchen wurde als Testfläche angelegt.

Auf der Testfläche wurde ermittelt, wie sich das Wachstum der Bäume entwickelt. 1983 betrug die Baumhöhe im Schnitt 21 Meter und 2010 lag sie bei 34 Metern.

Und nun hat der besondere botanische Garten im Grenzwald wieder einen neuen Eigentümer erhalten. Der Verein Sequoiafarm, ein Zusammenschluss von Baumfreunden aus ganz Deutschland, hat das Arboretum übernommen.

Die Farm soll nun stärker für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Künftig ist sie von April bis Oktober an Sonn- und Feiertag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Auch an den Tagen der offenen Gartenpforte wird man sich beteiligen, sagt „Farmvogt“ Michael Geller. hws
www.sequoiafarm-kaldenkirchen.de

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