Die Vorlesegschichten waren gestern Nachmittag „on tour“ und gastierten in der Sparkasse am Lambertimarkt.

Andächtig lauschen die Kinder den Geschichten von Vorlesepatin Renate Büscher.
Andächtig lauschen die Kinder den Geschichten von Vorlesepatin Renate Büscher.

Andächtig lauschen die Kinder den Geschichten von Vorlesepatin Renate Büscher.

Friedhelm Reimann

Andächtig lauschen die Kinder den Geschichten von Vorlesepatin Renate Büscher.

Breyell. „Wir haben gerade die Bank ausgeraubt.“ Lachend und stolz zeigt die siebenjährige Chiara einen goldenen Schoko-Taler. Die „Vorlesegeschichten on tour“ der Stadtbücherei Nettetal sind am Montagnachmittag in die Sparkasse am Lambertimarkt umgezogen.

Und dort hatte Filialleiter Wolfgang Bienefeld für die kleinen Bücherfreunde den großen Tresor im Keller mit dem geheimen Code geöffnet. Im Raum davor hörten rund 20 Kindern Räuber-Geschichten von Vorlese-Patin Renate Büscher.

„Alle Geschichten waren toll.“
Cora (8)

Solche Räuber können mal nett sein, wie Räuber Raffi aus dem Buch „Räuber Raffi mopst sich was“, der am Ende feststellen muss, dass klauen nur nass und traurig macht. Viel lustiger ist es da, Freunde zum Kuchen-Essen einzuladen. Mal sind es aber auch finstere Gesellen wie in „Ben und der Böse Ritter Berthold“, denen man nicht über den Weg trauen darf.

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Und mal versteckt sich unter der rauen Schale ein weicher Kern wie im „Großen Buch vom Räuber Grapsch“, der sich von seiner kleinen Frau zu einem besseren Menschen erziehen lässt.

„Alle Geschichten waren toll“, fand die achtjährige Cora. Sie hat keine Angst vor Räubern, sondern findet sie eher lustig. Auch Vorlese-Patin Renate Büscher freute sich über den ungewöhnlichen Ort: „Das ist mal was ganz anderes.“

Sparkassenleiter Wolfgang Bienefeld überrascht mit Zaubertricks

Als Zugabe führte Wolfgang Bienefeld noch ein paar Zaubertricks vor. „Zaubern ist mein Hobby“, verriet der Filialleiter und zeigte den aufmerksamen Zuschauern sein Können. „Wie geht das?“, fragten die Kinder mit großen Augen, als Tücher plötzlich aus dem Nichts erschienen und wieder verschwanden, Knoten aus einem Seil gepustet wurden oder ein Seil starr wie ein Brett wurde.

Zwar offenbart der Tresor einer Bank mit der dicken Stahltür und den vielen Schließfächern seinen wertvollen Inhalt heute nicht mehr auf den ersten Blick wie die sagenhaft glänzenden Schatzkammern in den Geschichten. Gefallen hat es den Kindern dort aber trotzdem. Sie staunten und lauschten aufmerksam.

„Hier sind überall Kameras“, erzählte der sechsjährige Ben beeindruckt und fügte gleich hinzu: „Das muss ja auch so sein, damit hier Räuber nicht einfach etwas klauen können.“

Nur bei den Kindern wurde ein Auge zugedrückt. Sie durften in die Schatztruhe mit den Schoko-Goldtalern greifen und mit ihrer Beute verschwinden.