Guido Gahlings, Vorsitzender des Umweltausschusses, spricht über den Entwurf des Klimaschutzkonzepts.

Guido Gahlings fährt nach eigenem Bekunden viel Rad. Er wünscht sich, dass es ihm viele Nettetaler gleich tun.
Guido Gahlings fährt nach eigenem Bekunden viel Rad. Er wünscht sich, dass es ihm viele Nettetaler gleich tun.

Guido Gahlings fährt nach eigenem Bekunden viel Rad. Er wünscht sich, dass es ihm viele Nettetaler gleich tun.

jbh

Guido Gahlings fährt nach eigenem Bekunden viel Rad. Er wünscht sich, dass es ihm viele Nettetaler gleich tun.

Nettetal. Der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz, Guido Gahlings (Grüne), begrüßt den Entwurf des Klimaschutzkonzeptes für Nettetal. In Detailfragen allerdings sieht er Anlässe zum Nachbessern.

Herr Gahlings, wird es in diesem Jahr das lange diskutierte Klimaschutzkonzept für Nettetal geben?

Guido Gahlings: Ich bin zuversichtlich, dass wir einen großen Schritt weiterkommen. Der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz wird 2015 extra vier Mal statt wie sonst nur zwei Mal tagen, um das Integrierte Kommunale Klimaschutzkonzept Nettetal gründlich zu beraten.

Wie ist der Stand?

Gahlings: Das Klimaschutzkonzept sollte zeitgleich mit dem Stadtentwicklungsplan fertig sein. Das konnte leider nicht klappen, denn Fördergelder fürs Konzept wurden zwar rechtzeitig beantragt, die Bewilligung aber verzögerte sich. Immerhin wurde im Dezember der Entwurf vorgestellt, den wir nun in den Fraktionen beraten.

Was steht drin im Entwurf?

Gahlings: Die beauftragte Firma Adapton Energiesysteme hat Ziele für den Abbau von CO2 erarbeitet, die Wirtschaft, Verkehr, Kommune und Haushalte betreffen. Sechs Handlungsfelder und 33 konkrete Einzelmaßnahmen werden aufgezeigt.

Wie bewerten Sie den Konzeptentwurf?

Gahlings: Grundsätzlich bin ich zufrieden, aber die Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf 69 Prozent im Jahr 2030 geht mir nicht weit genug. Außerdem sollten wir langfristiger planen.

Können Sie Beispiele für die Maßnahmen nennen?

Gahlings: Das geht von Gebäudesanierung über Heizkostenreduzierung bis zu umweltfreundlichem Verkehr. Schulen und Kitas beispielsweise könnten nicht nur bei Wettbewerben zum Klimaschutz mitmachen, sondern auch ihre Einrichtung etwa nach tropfenden Wasserhähnen durchforsten.

Und was können die Bürger, Privatleute also, tun?

Gahlings: Ich könnte mir einen festen autofreien Tag vorstellen. Wichtig ist auch die Initiative ,Nettetal fährt Rad’. Umweltfreundliche Mobilität ist gefragt, radeln statt jeden noch so kurzen Weg mit dem Auto zu fahren.

Ist das Radwegenetz in Nettetal dafür denn geeignet?

Gahlings: Nein, leider noch nicht richtig. Also wird das eine wichtige Aufgabe sein, etwa ein stadtteilübergreifendes Radwegenetz zu erarbeiten. Da wiederum sind Politik und Verwaltung gefragt.

Wie wollen Sie die Nettetaler überzeugen?

Gahlings: Das wird eine der Aufgaben des Klimamanagers. Ich gehe davon aus, dass die Stelle bald ausgeschrieben werden kann, damit vielleicht schon im Sommer der Klimamanager seine Arbeit aufnehmen kann.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer