Der Räuber bedrohte eine Angestellte mit einer Waffe und flüchtete mit einer spärlichen Beute.

Kriminalität
Schrecksekunde am Morgen: Gegen 11 Uhr überfiel gestern ein unmaskierter Mann mit einer Waffe den Kundenbereich der Sparkassenfiliale in Schaag.

Schrecksekunde am Morgen: Gegen 11 Uhr überfiel gestern ein unmaskierter Mann mit einer Waffe den Kundenbereich der Sparkassenfiliale in Schaag.

Ahlen

Schrecksekunde am Morgen: Gegen 11 Uhr überfiel gestern ein unmaskierter Mann mit einer Waffe den Kundenbereich der Sparkassenfiliale in Schaag.

Nettetal. Ein Räuber hat am Montagmorgen die Sparkassenfiliale in Schaag überfallen. Der unmaskierte Mann hatte gegen 11 Uhr den Kundenbereich der Filiale in der Ortsmitte betreten. An den Kunden vorbei ging er zur Kasse und drohte der Angestellten mit einer Faustfeuerwaffe. Daraufhin gab ihm die Frau einen „geringen Geldbetrag“, wie die Polizei mitteilte. Der Mann steckte das Geld in eine mitgebrachte Plastiktüte und rannte in Richtung Kirche davon.

„Ausgerechnet hier? Hier ist doch gar nichts zu holen.“

Passantin

Der Überfall auf die Sparkasse sorgte in Schaag für Fassungslosigkeit. „Ausgerechnet hier? Hier ist doch gar nichts zu holen“, so kommentierte eine Passantin am Hubertusplatz kopfschüttelnd die Tat. Ein örtlicher Fahrradhändler, der am frühen Morgen noch Geld zur Sparkasse gebracht hatte, erfuhr von einem Kunden von dem Überfall. Der Kunde hatte noch bei der Sparkasse Geld holen wollen und stand dort vor verschlossener Tür.

Nachricht von dem Überfall verbreitete sich rasant

Von dem Überfall war kurz nach der Tat in der Filiale selbst nichts zu spüren. Den Vorraum der Bank, in dem sich die Geldautomaten befinden, konnten die Kunden wie gewohnt betreten. Nur die Innentür war geschlossen, dort waren auch die Rollos heruntergelassen.

An der Tür war auf einem Schild zu lesen: „Sehr geehrte Kunden. Vorübergehen müssen wir die Geschäftsstelle wegen eines technischen Defekts schließen. Wir hoffen, dass der Geschäftsbetrieb in wenigen Minuten weitergeht.“ Verärgert waren die Kunden über die vorübergehende Schließung nicht, im Gegenteil: Die Nachricht von dem Überfall verbreitete sich wie im Fluge, und wer davon gehört hatte, zeigte sich erschrocken darüber, dass ein bewaffneter Räuber durch den Ort laufen könnte.

Polizei fahndet noch nach dem Täter

So mancher Schaager war auch in Sorge um die Mitarbeiter der Sparkasse. Die Polizei suchte sofort am Boden und mit dem Hubschrauber auch aus der Luft nach dem Täter, doch bei einer ersten Fahndung konnte sie ihn nicht entdecken. Der Mann soll etwa 25 bis 30 Jahre alt sein und etwa 1,75 Meter groß. Zeugenaussagen zufolge hatte er eine normale Statur und dunkelblonde Haare. Er habe, so die Zeugen, mit ausländischem Akzent gesprochen. Der Mann trug eine Brille, eine helle Jeans und ein hellgrünes Kapuzenshirt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Sie bittet um Hinweise auf den Täter unter der Telefonnummer 02162/3770.

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