Die Verwaltung hat das Neubaugebiet vorgestellt.

Leuth. Wenn nicht noch schwerwiegende Einsprüche kommen und der Erschließungsvertrag unter Dach und Fach ist, könnte der Stadtrat im Frühjahr 2015 den Bebauungsplan Le 252 „Austalsweg/Buscher Weg“ als Satzung beschließen. Dann können nach Meinung der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche die Bagger anrollen, mit der Verlegung des Kanals beginnen und anschließend die Baustraßen herrichten. Doch bis dahin muss noch eine Menge getan werden.

Eineinhalbgeschossige Häuser mit geneigten Dächern geplant

Dies erfuhren rund 70 Leuther bei einer Bürgerversammlung im Pausenraum der Grundschule. Vor allem müssen Anregungen von Bürgern in die Planung eingearbeitet werden, die die Ingenieurgesellschaft „Stadt-Umbau“ in Kevelaer erarbeitet hat.

Wie deren Geschäftsführer Helmut Hardt erläuterte, wird das Gelände einmal durch eine Verlängerung des Austalswegs und durch eine neue Straße erschlossen, die vom Buscher Weg her (gegenüber dem Haus 13) in Richtung Westen ins freie Feld geführt wird. Sie erhält Nebenstraßen nach Süden und Norden. Beide Erschließungsstraßen treffen sich aber nicht, sondern werden nur mit einem Fuß- und Radweg verbunden, um Autodurchgangsverkehr zu verhindern.

Da noch nicht alle Gespräche mit den Grundstückseigentümern am Austalsweg abgeschlossen sind, wurden Abschnitte gebildet. Mit Abschnitt I „Buscher Weg“ soll begonnen werden. Für die Bebauung längs des Austalswegs (Abschnitt II) wurden zwei Vorschläge vorgestellt.

Ortsvorsteher Reiners kritisiert die Pläne zum Teil

Nach Aussagen von Hardt können bis zu 48 Häuser auf Grundstücken zwischen 350 m² (Doppelhaushälfte) und knapp 800 m² entstehen. Die Grundstücksgrößen sind noch variabel. Die meisten haben rund 500 m². Vorgeschlagen wird eine ein- bis eineinhalbgeschossige Bauweise, in der Regel mit geneigten Dächern. Im Inneren sollen die Grundstücke durch Hecken eingefasst werden, nicht durch „massive Mauern oder Gabionen“, wie Fritzsche betonte.

Dass die Einzelhäuser-Reihe, die das Gebiet südlich begrenzt, sämtlich mit Satteldachneigung Süd/Nord errichtet und sich damit dem Dorfcharakter anpassen soll, rief Kritik hervor. Ortsvorsteher Heinz-Robert Reiners möchte Architekten größere Möglichkeiten der Planung geben. Fritzsche blieb dabei, dass „geneigte Dächer am Ortsrand von Leuth das Bild prägen sollen“. Im Innern des Geländes könnten auch Flachdachhäuser entstehen. Ziegel in Anthrazitfarbe oder Rottönen sollten die Dächer prägen, bei der Fassadengestaltung ist alles erlaubt.

Sickerflächen fürs Regenwasser sind nicht eigens vorgesehen. „Dafür steht genügend Fläche auf den Grundstücken zur Verfügung“, meinte Fritzsche. Dass es durchaus mal sehr ländlich riechen könne, wollte sie nicht bestreiten, denn „Gülle darf nach den Regeln weiterhin auf Feldern aufgebracht werden.“ In dem Gebiet sind kleine Geschäfte der Nahversorgung und „Beherbergungsbetriebe“ möglich – dies macht auch Ferienwohnungen möglich.

Reiners hoffte, dass mit der Umsetzung bald begonnen werden könne und junge Familien nach Leuth kommen, auf deren Nachwuchs Kindergarten und Schule dringend angewiesen sind.

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