Anne Berger (22) war ein Jahr lang in Mosambik tätig. Die Bevölkerung habe kaum Strom, fast niemand besäße eine Wasserleitung. Die Menschen lebten von der Landwirtschaft.

missionarin auf zeit
Sichtlich ans Herz gewachsen sind Anne Berger die Kinder in Mosambik. Unter anderem mit diesen zwei Vorschulkindern verbrachte sie viel Zeit.

Sichtlich ans Herz gewachsen sind Anne Berger die Kinder in Mosambik. Unter anderem mit diesen zwei Vorschulkindern verbrachte sie viel Zeit.

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Sichtlich ans Herz gewachsen sind Anne Berger die Kinder in Mosambik. Unter anderem mit diesen zwei Vorschulkindern verbrachte sie viel Zeit.

Kaldenkirchen. Als „Missionarin auf Zeit“ war Anne Berger ein Jahr lang in Mosambik. Im August 2009 machte sich die 22-Jährige in den Südosten Afrikas auf. Nach Vorbereitung durch die Steyler Missionare wurde sie zusammen mit 24 anderen jungen Leuten in die Welt ausgesandt.

„In meiner ersten Zeit habe ich einen Portugiesisch-Sprachkurs in der Hauptstadt gemacht. Als dieser erfolgreich abgeschlossen war, ging es 2000 Kilometer Richtung Norden in eine Kleinstadt namens Monapo, in der meine eigentliche Arbeit begann“, sagt Anne Berger.

„Ich hoffe, dass alle Kinder einen guten Start in der Schule haben.“

Anne Berger, Missionarin auf Zeit

Dort bot sich ein anderes Bild als in der chaotischen und recht modernen Hauptstadt. „Auf dem Land ist die Kirche eine Lehmhütte mit Strohdach und die Gemeindeglieder sitzen auf dem Boden“, sagt die Kaldenkirchenerin.

Die Bevölkerung habe kaum Strom, fast niemand besäße eine Wasserleitung. Die Menschen lebten von der Landwirtschaft. Anne Berger: „Sie sind aufgeschlossen und freundlich.“

In Monapo wohnte die junge Frau mit drei Steyler Schwestern aus Argentinien, Ghana und von den Philippinen zusammen. Es gab einen Wachhund und einen Nachtwächter. Die 22-Jährige war in einer Vorschule tätig, wo sie zwei- bis sechsjährige Kinder unterrichtete. Weil wenige Materialien zur Verfügung standen, waren Kreativität und Improvisation gefragt.

Auf dem Schwarzen Kontinent war die Weiße schnell sehr beliebt

„Ich hoffe, dass alle Kinder einen guten Start in der Schule haben und irgendwann einen Beitrag zum Aufbau des eigenen Landes leisten können,“ meint die „Missionarin auf Zeit“. Und weiter: „Nachmittags waren oft die einfachen Lehmhütten-Viertel mein zweites Zuhause.

Viele Familien unserer Vorschulkinder haben mich zu sich nach Hause eingeladen. Es wurde ganz normal, dass eine Weiße unter ihnen auf der Strohmatte saß.“ Sie habe mit den Frauen geredet, gekocht, mit den Kindern gespielt, den Jugendlichen Englisch-Nachhilfe gegeben oder „den Jungs ausgeredet, mich heiraten zu wollen“.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland studiert Anne Berger nun Sonderpädagogik in Köln.

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