Die 6. Klassen des Jaeger- Gymnasiums beschäftigten sich mit Klezmer-Musik.

Beim Abschlusskonzert begeisterten die Werner-Jaeger-Schüler mit „Naftules Abenteuer“.
Beim Abschlusskonzert begeisterten die Werner-Jaeger-Schüler mit „Naftules Abenteuer“.

Beim Abschlusskonzert begeisterten die Werner-Jaeger-Schüler mit „Naftules Abenteuer“.

Helmut Eisel, der als einer der facettenreichsten Klarinettisten Europas gilt.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Beim Abschlusskonzert begeisterten die Werner-Jaeger-Schüler mit „Naftules Abenteuer“.

Lobberich. „Musik ist Sprache und sagt doch mehr als alle Worte,“ sagt Helmut Eisel, der als einer der facettenreichsten Klarinettisten Europas gilt. Ein Bekannter habe einmal gesagt: „Es gibt einen jüdischen Klarinettisten, der klingt genau wie Du.“ Diese Aussage habe sein Interesse für die Klezmer-Musik geweckt und seine Leidenschaft entfacht.

Das Schlusslied sangen die Schüler auf Hebräisch

Diese vermittelte er bei einem Workshop am Werner-Jaeger-Gymnasium. 80 Sechstklässler probten jeweils in den ersten vier Unterrichtsstunden. Auch die Instrumental-AG nahm teil. Das Orchester mit 40 Musikern fand sich jeweils abends zum Zusammenspiel ein. Am letzten Tag gab es eine Probe, bei der Eisels Band „JEM“ mit machte. Danach folgte das Abschlusskonzert.

„Klezmer ist eine sehr gefühlsbetonte Musik, mit der man Kinder ungemein fesseln kann,“ sagt Eisel. Man könne mit dieser traditionellen Festtagsmusik der osteuropäischen Juden die ganze Bandbreite von Emotionen zum Ausdruck bringen. Und das führte er gemeinsam mit den Sechstklässlern eindrucksvoll mit seinem Stück „Naftules Abenteuer vor“.

Allein durch sein Klarinettenspiel machte er den Schülern klar, dass die Musik nicht nur von geschriebenen Noten abhängig ist, sondern „in einem jeden selbst vorhanden“ ist. Er richtete sein Klarinettenspiel direkt an eine Schülerin, die ihm auf der Querflöte antworteten. Es entstand ein Dialog, mal fröhlich, mal traurig, mal hitzig wie ein Streitgespräch.

Vinzenz (11) war begeistert: „Es wird nur wenig gesprochen, trotzdem versteht man die ganze Handlung.“ Lara (11) stimmte zu: „Man kann die Musik fühlen, es werden Stimmungen erzeugt.“

 „Die Zusammenarbeit klappt perfekt,“ sagte Lehrerin Yvonne Herter, während ihre Kollegen Mechthild Schmude und Björn-Kai Feist die jungen Musiker bei den Proben überwachten. Die Kinder seien sehr offen und entwickelten schnell das richtige Rhythmusgefühl im Umgang mit den Boomwhackers. „Ich finde besonders spannend, dass es sich mal um eine andere Art der Musik handelt, eine die über unseren Kulturkreis hinausgeht“, so Herter und hebt dabei das Schlusslied hervor, bei dem die Schüler den Refrain auf Hebräisch vortrugen.

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