Die Eltern sollen besser über die neue Schulform informiert werden.

Aktion
Renate Dyck (SPD) und Hans Overhage (ABK) hoffen, mit Aufklärung die Vorteile einer Sekundarschule in Nettetal aufzeigen zu können.

Renate Dyck (SPD) und Hans Overhage (ABK) hoffen, mit Aufklärung die Vorteile einer Sekundarschule in Nettetal aufzeigen zu können.

Renate Dyck (SPD) und Hans Overhage (ABK) hoffen, mit Aufklärung die Vorteile einer Sekundarschule in Nettetal aufzeigen zu können.

WZ-Archiv, Bild 1 von 2

Renate Dyck (SPD) und Hans Overhage (ABK) hoffen, mit Aufklärung die Vorteile einer Sekundarschule in Nettetal aufzeigen zu können.

Nettetal. „Einen Kompromiss kann man das nicht nennen“, sagt Hajo Siemes von „Wir In Nettetal“ (WIN). Gemeint ist der Vorschlag, mit dem die Unternehmensberater von „Dicura“ vergangene Woche im Auftrag der CDU auf die Grünen, SPD, ABK und WIN zukamen – also all jene Parteien, die den Vorschlag der CDU zur Erweiterung der Gesamtschule Breyell mit einer Dependance in Kaldenkirchen ablehnen und eine Sekundarschule für Nettetal fordern.

Die Prüfung einer Sekundarschule kam im Rat nicht zur Abstimmung

Statt dessen werde nun eine nur einzügige Erweiterung ohne Dependance für zunächst drei Jahre angeboten. Als „Verunsicherung pur“ für die Eltern bezeichnet Renate Dyck (SPD) diesen Vorschlag. So gebe es keine dauerhafte Lösung mit der die Eltern planen könnten.

Und Real- und Hauptschule seien auf Dauer bei den derzeitigen Entwicklungen der Schülerzahlen nicht zu halten. Zumal die soeben in Grefrath beschlossene Sekundarschule auch noch Schüler abziehen könnte, beispielsweise aus Hinsbeck. Und dass eine Schule, die viele Abschlussmöglichkeiten bietet, bei den Eltern gefragt ist, beweise schon die Beliebtheit der Gesamtschule.

„Die Sekundarschule ist schon ein Kompromiss.“

Renate Dyck, SPD

Dennoch: Im Rat wurde am 7. Juli nur die Prüfung der Erweiterung der Gesamtschule beschlossen. Die Prüfung der Option Sekundarschule kam gar nicht erst zur Abstimmung. „Da haben wir Fehler gemacht, hätten die Prüfung vehementer fordern müssen“, sagt Siemes.

Zufrieden geben wollen sich die Fraktionen mit dem Ratsbeschluss aber nicht: Sie haben sich zur Initiative Sekundarschule zusammengeschlossen und starten eine Informations-Offensive: Mit Flyern und Info-Veranstaltung sollen Eltern über die Details und Vorteile einer Sekundarschule aufgeklärt werden.

Mit Flyern, Info-Ständen und einer Homepage will die Initiative Sekundarschule (bestehend aus Grünen, WIN, ABK und SPD) die Eltern über den Aufbau und die Vorteile einer Sekundarschule aufklären.

m Freitag lädt die Initiative ab 18 Uhr in der Kaldenkirchener Gaststätte „Zur Mühle“, Kölner Straße 36, zum Info- und Diskussionsabend zum Thema Sekundarschule. Dabei hält Heinz Gniostko, Dezernent für Gesamt-, Gemeinschafts- und Sekundarschulen der Bezirksregierung, einen Vortrag.

Am Samstag kündigte die Verwaltung ebenfalls für Freitag die Vorstellung eines von der Stadt erarbeiteten Konzeptes zur Schulentwicklung an.

„Es gab von der Verwaltung keine Aufklärung, was eine solche Schule bedeutet und welches Potenzial sie bietet“, sagt Hans Overhage (ABK). Ebensowenig seien die Eltern nach ihrem Willen befragt worden. Die Elternbefragung, die als Grundlage für die Entscheidung der CDU angeführt werde, stamme aus dem Jahr 2009. „Da gab es noch gar keinen Schulfrieden“, so Dyck.

Und dieser ist für sie die einzig akzeptable Lösung. „Die Sekundarschule ist schon ein Kompromiss“, sagt sie. „Er wurde auf Landesebene als großer Schulfrieden ausgehandelt.“ Dass dies auf kommunaler Ebene nun so ignoriert werde, sei für sie unverständlich. Nun erhofft sich die Initiative eine „Initialzündung“ bei den Eltern.

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