Umzug nach Kaldenkirchen schon dieses Jahr? Stadt prüft Möglichkeiten.

hauptschule lobberich

Lübke, Kurt (kul)

Lobberich. Die „Hauptschule am Ingenhovenpark“ ist ein Auslauf-Modell – das ist klar, seit der Nettetaler Stadtrat beschlossen hat, dass am Ingenhovenweg seit Beginn des Schuljahres 2013/2014 keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden. Doch inzwischen hat sich der Verfall dermaßen beschleunigt, dass bei der Stadt ernsthaft über ein schnelleres Ende des Lobbericher Standortes nachgedacht wird. Möglicherweise bereits zum Sommer diesen Jahres – und damit ein Jahr früher als geplant – könnte der Umzug der verbliebenen Klassen nach Kaldenkirchen erfolgen.

Zahl der Schüler ist von 350 auf 171 gesunken

Die Zahlen sprechen für sich: Von ehemals rund 350 Schülern sind nur noch 171 übrig, die in derzeit acht Klassen unterrichtet werden. Und ab dem Sommer werden es nur noch sechs Klassen sein. Zum Vergleich: Die Hauptschule in Kaldenkirchen hat 352 Schüler und 17 Klassen.

„Die Lehrer-Versorgung funktioniert nicht mehr.“

Armin Schönfelder, 1. Beigeordneter

Entsprechend reduziert wurde vom Schulamt des Kreises Viersen die Zahl der Lehrer, weil der Verteilungsschlüssel sich nicht ändert: Für 19 Schüler gibt es einen Lehrer. Durch die Reduzierung und einige Krankheitsfälle ist nun nicht mehr gewährleistet, dass in allen Klassen Religion, Erdkunde und Naturwissenschaften wie Biologie, Chemie und Physik durchgehend unterrichtet werden können. „Die Lehrer-Versorgung funktioniert nicht mehr“, formuliert es Armin Schönfelder, Nettetals 1. Beigeordneter.

Es würde eng werden im Schulzentrum Kaldenkirchen

Ein Ende des Standortes Lobberich im kommenden Sommer müsste der städtische Schulausschuss spätestens in seiner Sitzung Ende März fällen. Aber noch ist gar nicht klar, ob ein Umzug von Schülern und Lehrern überhaupt möglich ist. „Im Schulzenzentrum Kaldenkirchen müsste man enger zusammenrücken“, sagt Schönfelder.

Derzeit wird geprüft, ob das mit den vorhandenen Räumen geht. Oder ob beispielsweise die Mensa für ein Jahr in Klassenräume umfunktioniert werden kann. Oder ob Räume der benachbarten Realschule genutzt werden können. Oder ob Container angemietet werden sollen. Dabei ist das Ziel klar: Die Lobbericher Hauptschüler sollen nicht (länger) darunter leiden, dass die „Hauptschule am Ingenhovenpark“ ein Auslaufmodell ist.

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