Die Rauchsäulen sind kilometerweit über der brennenden Halle auf dem Leven-Gelände sichtbar gewesen.
Die Rauchsäulen sind kilometerweit über der brennenden Halle auf dem Leven-Gelände sichtbar gewesen.

Die Rauchsäulen sind kilometerweit über der brennenden Halle auf dem Leven-Gelände sichtbar gewesen.

Die große Werkhalle des Fahrzeugbauers Leven ist niedergebrannt und eingestürzt.

Von der Polizei wurden die Straßen rund um den Einsatzort und die Abfahrt der Autobahn 61 in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Katharina Heinen, Bild 1 von 3

Die Rauchsäulen sind kilometerweit über der brennenden Halle auf dem Leven-Gelände sichtbar gewesen.

Kaldenkirchen. Großbrand auf dem Gelände von Fahrzeugbau Leven: Eine rund 1000 Quadratmeter große Halle wurde gestern Nachmittag ein Raub der Flammen. Eine schwarze Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus dem Kreis Viersen und aus Venlo waren im Einsatz.

In der Halle lagerten laut Polizei größere Mengen Dämm-Material

Kurz nach 13 Uhr alarmierten Leven-Mitarbeiter die Feuerwehr: Die Photovoltaik-Anlage auf einer der drei Hallen brenne. Mit 30 Fahrzeugen rasten Einsatzkräfte aller Nettetaler Löschzüge sowie aus Bracht, Dülken, Viersen und von der Berufsfeuerwehr Venlo zum Industriegebiet Herrenpfad-Süd. Das Gebäude hinter der Leven-Haupthalle an der Leuther Straße, in dem nach Angaben der Polizei unter anderem größere Mengen Dämm-Material lagerten, war nicht zu retten. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die beiden anderen Hallen auf dem Gelände zu verhindern. „Das ist uns gelungen“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Dirk Heussen im Gespräch mit der WZ. Mit rund 20 Beamten war die Polizei im Einsatz, um die Zufahrtswege zum Brandort abzuriegeln. Auf der nur wenige hundert Meter entfernten Autobahn 61 floss der Verkehr ungehindert, lediglich die Abfahrt Kaldenkirchen wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Ort des Geschehens, um Aufnahmen aus der Luft zu machen.

„Zur Höhe des entstandenen Sach- schadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.“

Harald Moyses, Pressesprecher Polizei

Laut Feuerwehr war eine Räumung der umliegenden Firmen nicht erforderlich. Mit Lautsprecher- und Radio-Durchsagen wurden auch die Bewohner in Kaldenkirchen und Leuth angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem sollten Belüftungsanlagen ausgeschaltet werden. Nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr gab es zwar eine größere Geruchsbelästigung, aber es habe zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung bestanden. Allerdings mussten die Einsatzkräfte im Umkreis von 150 Metern rund um die brennende Halle Atemschutzgeräte tragen. Nach Angaben der Feuerwehr wurde eine Person leicht verletzt. Zur Identität gab es keine Angaben, aber es seien keine der Einsatzkräfte gewesen. „Zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an“, sagte Polizei-Pressesprecher Harald Moyses gegenüber der WZ.

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