41 Einsatzkräfte versuchten mit Kohlendioxid die brennenden Holzabfälle zu löschen.

Unspektakulär sah der Brand im Spänebunker der Firma Thelen in Kaldenkirchen aus. Die Löscharbeiten dauern jedoch Tage.
Unspektakulär sah der Brand im Spänebunker der Firma Thelen in Kaldenkirchen aus. Die Löscharbeiten dauern jedoch Tage.

Unspektakulär sah der Brand im Spänebunker der Firma Thelen in Kaldenkirchen aus. Die Löscharbeiten dauern jedoch Tage.

Heike Ahlen

Unspektakulär sah der Brand im Spänebunker der Firma Thelen in Kaldenkirchen aus. Die Löscharbeiten dauern jedoch Tage.

Kaldenkirchen. Am Mittwoch um 11.41 Uhr: Der Löschzug Kaldenkirchen erhält eine Alarmierung: Brand im Spänebunker der Firma Thelen in Kaldenkirchen. Auch Kräfte aus Breyell und Leuth rückten wenig später an. Denn so unspektakulär die kleine Rauchwolke aussah – der Einsatz war es nicht.

Mit Wasser konnte die Wehr nicht zu Werke gehen. Der Bunker hat zwar dicke Wände, aber ob diese dem Druck von Wassermassen und vor allem durch das Wasser aufquellenden Holzspänen standhalten würden, das wollte die Feuerwehr nicht riskieren. Mit Kohlendioxid soll das Feuer erstickt werden.

Brand der Holzspäne könnte zu einer Staub-Explosion führen

Dafür musste aber erst Kohlendioxid in entsprechender Menge samt des passenden Löschgeräts vorhanden sein. In den Mittagsstunden rückten nacheinander Kräfte der Berufswehren aus Krefeld und Mönchengladbach, von der Werksfeuerwehr von „Alu-Norf“ aus Neuss sowie aus Dormagen an. Aber nach Angaben von Kreis-Brandmeister Klaus Riedel schlug der erste Einsatz fehl: Das Gas entwich.

Die Wehren aus der Umgebung – insgesamt waren 41 Kräfte vor Ort – wurden dann zunächst wieder zurückgeschickt. Die Gefahr bei einem Späne-Brand sei eine Staub-Explosion, so Riedel. Späne bieten eine größere Oberfläche als die gleiche Menge Holz. An dieser Oberfläche kann der Sauerstoff der Luft andocken. Je kleiner die Späne sind, je größer ist die Gefahr.

Am Nachmittag prüften die Einsatzkräfte verschiedene andere Möglichkeiten, um das Feuer zu ersticken. Schließlich müssen die Späne raus aus dem Silo, um dann noch einmal abgelöscht zu werden. Riedel rechnete bei Redaktionsschluss damit, dass die Arbeiten bis mindestens in die Nacht, möglicherweise aber sogar zwei oder drei Tage andauern könnten.

Für Firmenchef Werner Thelen ist wichtig, dass seine Kunden beruhigt sein können. Die Halle sei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, hier könne schnellstmöglich wieder produziert werden, alle Aufträge würden termingerecht abgearbeitet.

Zur Brandursache sagte der Firmenchef, dass am Morgen ein Mitarbeiter beim bearbeiten eines Werkstücks mit einer Säge versehentlich auf eine Schraube gestoßen sei. Ein Funke, der dabei entstand, war vermutlich über die Absauganlage in das Spänesilo gelangt und hatte die Holzabfälle entzündet. ahl

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